Dienstag, 28. Juli 2009

1000 km für die Diakonie!

»1000km für die Diakonie«! Das war die Idee am Anfang nachdem mein Einstieg bei der Albextrem durch einen schnöden Speichenbruch missraten war. Und das nach 10km. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Wiewohl mein alter Freund Christoph Wiborg - wir haben zusammen Vikariat in Göppingen gemacht - zum ersten Mal mitfuhr und einen tollen Bericht abgeliefert hat. Nun, meine insgesamt 13. Teilnahme ist also gescheitert. Soll man da etwa Rückschlüsse ziehen auf den Sponsor? Letztes Jahr bin ich für ein kommerzielles Unternehmen geradelt. Nein, Diakonie ist toll und ich wollte unbedingt etwas für dieses Team tun, seit ich auf der Albextrem 2008 zum ersten Mal diese vielen Diakonieradler gesehen habe! 1000km! Start in Flensburg am Sonntag, den 9. August. 1.) Ole Wartlick, 2.) ich, Matthias Imkampe und ganz neu, 3.) ein ehemaliger Schüler von mir, Lukas Wagner! Gemeinsam wollen wir 1000km (mal 3) in Angriff nehmen. Zuerst von Flensburg nach Hamburg, mit dem Rauhen Haus von Johann Hinrich Wichern wohl der Gründungsort der Diakonie und von dort elbaufwärts nach Wittenberg, wo eben jener Wichern 1848 die Evangelischen Kirchen wachgerüttelt hat, dass man etwas für die Armen tun müssse. Das ist der erste Abschnitt. Sonntags starten und spätestens Mittwoch in Wittenberg, etwa 600km dürften es bis da sein. Wie es dann weitergeht werden wir sehen. So langsam rückt die Fahrt näher. Bald mehr! Matthias Imkampe; Wolfgang Engel, Diakonische Bezirksstelle Euer Matthias Imkampe (Pfarrer und Relilehrer aus Schwäbisch Hall)

Sonntag, 26. Juli 2009

Velonale in München - 1. Platz für Anna Maier! 14. Platz für Rainer Bürkle!

Etwas spontan haben wir (Anna-Kathrin Maier & Rainer Bürkle) uns erst eine gute Woche vor dem Startschuss zur Velonale in München angemeldet, was gleichzeitig das erste Rennen für uns beide war.

Es sollte nach anfänglichen Schwierigkeiten ein voller Erfolg werden.

Um Stress zu vermeiden, sind wir bereits Samstag Mittag hier losgefahren und wollten gemütlich unsere Startunterlagen holen und dann noch die Strecke mit dem Rad besichtigen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Erst nach fast fünf Stunden Autofahrt waren wir an der Münchener Messe angelangt und bekamen gerade noch so die Startunterlagen, obwohl der Stand schon abgebaut war. Dazu waren wir hungrig und nach dieser ewigen Autofahrt nicht gewillt, noch um halb acht die Strecke abzufahren.

Daher gabs eine Planänderung und wir fuhren mit dem Auto und den Fahrrädern im Kofferraum die Strecke ab und hielten gleich nach einem Italiener Ausschau, den wir auch schnell fanden. Gestärkt von einer guten Portion Pasta konnten wir dann bei einer Freundin (nochmal vielen Dank für die Übernachtung Anke!) übernachten, wobei wir uns noch die Zusammenfassung der Königsetappe der Tour de France als Einstimmung auf das Rennen anschauten.

Am nächsten Tag gings dann frühzeitig zum Messegelände, wo wir uns noch etwas warmfuhren um dann 15 Minuten vor dem Start im Startblock zu stehen. Spätestens jetzt wussten wir, dass das ein Rennen und keine gemütliche RTF wird; ernste Gesichter, kaum Gerede, volle Konzentration - und dazu ein pochendes Herz und eine große Dosis Adrenalin. Noch ein Abklatschen und dann ertönte die Startsirene!

Schon nach den wenigen hundert Metern wurde ein Tempo gefahren, dass wir beide so noch nie gefahren sind. Das Feld teilte sich sofort in zwei Gruppen, wobei ich versuchte in der ersten Gruppe mitzuhalten und Anna in der zweiten Gruppe. Bei einem brutalen Anfangstempo war das Diakonie-Duo aber schon nach 7km wieder vereint, da ich die hohe Speed nicht mitgehen konnte. In der zweiten Gruppe wurde es dann auch keine Kaffeefahrt bei Geschwindigkeiten von bis zu 50km/h, aber durch gutes Windschattenfahren und einer harmonisierenden Gruppe konnten wir mithalten.

Nach etwa der Hälfte des Rennens kristallisierte sich langsam heraus, dass es für Anna heute um den Sieg geht, da in der Spitzengruppe kein weiteres Mädel war. Somit war klar, dass jetzt Aufpassen und Taktieren angesagt war, damit keine der drei weiteren Mädels von der Gruppe wegspringt und gleichzeitig brauchte Anna eine gute Position fürs Finale. Als dann zwei Kilometer vor dem Ziel das Tempo in der Gruppe teilweise auf über 50 km/h stieg, hatte Anna aber den richtigen Riecher für das richtige Hinterrad und erarbeitete sich eine exzellente Position. Sie bog als erste Frau auf die Zielgerade ein und lies sich den Sieg auf den letzten Metern nicht mehr aus der Hand nehmen. Wenige Fahrer danach sprintete auch ich ins Ziel, und belegte in meiner Altersklasse Platz 14.

Für alle Teilnehmer gab es im Ziel eine Medaille, während es für Anna bei der Siegehrung noch eine kleine Trophäe gab: fast einen halben Meter hoch und 1,5 kg schwer!

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg!

Spätestens im September gibts das nächste Rennen. Dann wieder im heimischen Stuttgart, wo die Jagd auf Siege hoffentlich weitergeht.

Rainer Bürkle

Samstag, 4. Juli 2009

Der Fund Racing Team Nachwuchs

beim Training

bei der Regeneration

Finn trainiert schon ganz eifrig auf den Bodenseemarathon. Und da gehört vor allem die Regeneration dazu. Opa freut sich jedenfalls auf die erste gemeinsame Tour mit Fund Racing!
Heinz Grözinger

Neulich auf Korsika ...

... hab ich zufällig einen Radfahrkollegen getroffen.

Die Bavella ist eine der schönsten Passstraßen auf Korsika, ich hab mir von der Familie frei genommen und bin von Aleria aus raufgeradelt. Und oben angekommen steht schon ein Fund-Racer:

Willi Weid aus Geislingen, der seinen letzten Tag auf Korsika bei genialem Wetter genoss.

Es war wunderschön und FundRacing geht weltweit !

Michael Hermann

Sonntag, 28. Juni 2009

Alb-Traum Extrem 2009 - Ein Erfahrungsbericht

Am Start unterwegs

Ottenbach, Sonntagmorgen um 4.15 Uhr. Nebelschwaden, grauer Himmel, matschiger Boden. Das sind die äußeren Rahmenbedingungen für die Albextrem 2009. In mir sieht es nicht viel besser aus. Kaum geschlafen vor Aufregung. Immer wieder im Traum diese magische Zahl: 190 km. Als Pfarrer glaubt man ja von berufswegen an mancherlei Unglaubliches. Aber dass ich diese Strecke schaffe? Etwas benommen quäle ich mich mit meinem Frühstück. Willi Weid und ich schweigen uns an. Seltener Zustand. Dann der Versuch sich noch einmal innerlich frei und leer zu machen. Nur ein Versuch.

Zum Fototermin des Diakonie Fund Racing Teams, für das ich hier antrete, komme ich zu spät. Macht nichts. Wenn ich nicht durchhalte, ist es besser ich bin auf keinem Bild!

Etwas verwirrt suchen wir in Ottenbach den Start. Ungefähr 1000 Radler sind schon vor mir und warten auf den Startschuss. Vereinzelt sehe ich unsere blau-weißen Trikots. Gut zu wissen: Ich bin nicht allein.

Dann setzt sich die Karawane in Bewegung. Noch immer kann ich es nicht fassen: Du fährst jetzt 190 km und überwindest 2800 Höhenmeter. Im Traum nicht! Nein, in Wirklichkeit.

Ganz langsam geht es los. Lieber am Anfang zu wenig, als am Schluss gar nichts, heißt die Devise. Der neu gekaufte Pulsmesser blinkt mir nervös entgegen. Ich ignoriere ihn.

In Schwäbisch Gmünd holpern wir übers Kopfsteinpflaster zur ersten Kontrolle. Stolz zeige ich meine Karte, ein Anfang ist gemacht. So manch einer kam schon entgegen. Aufgegeben. Aber ich bin noch dabei.

Nach Straßdorf geht es dann ab in die Büsche. Nun ist es kein Versuch mehr. Erleichtert geht es wieder nach Ottenbach. Und dann hinüber nach Waldstetten. Die erste Versorgungsstation nach rund 50 km. Das Ganze noch dreimal, dann hast du?s geschafft, denke ich mir, als ich meine zweite Banane in mich reinstopfe.

Dann kommt der Furtlespass. 630 Meter über Null. Kein Problem. Langsam wächst das kleine Senfkorn Glaube in mir: Vielleicht doch ?? Auf dem Weg hoch nach Treffelhausen treffe ich eine Bekannte aus meinem ersten Babypflegekurs. Die Zeiten ändern sich. Statt wickeln treten wir ein kleines Stück gemeinsam in die Pedale. Nächstes Jahr macht sie vielleicht auch mit bei uns Diakonikern. Antreten gegen die Armut. Eigentlich kein schlechter Gedanke!

In Bartholomä gibt es Banane 3 und 4. 100 km. Die Hälfte!

Das nächste Ziel ist Weiler. Dort warten einige diakonisch bewegte Frauen mit Leberkäswecken und Kaffee auf uns. Den LKW vor Augen geben Willi und ich auf der Weilemer Steige alles. Stürmisch werden wir begrüßt. Aber ich merke: Das war zuviel. Ich glaube, das war?s. Aus. Ende.

Fühl' mich wieder wie beim Frühstück. Benommen. Leicht übel. Ohne Glauben an das Unglaubliche. Ich in Augenhöhe mit meinem inneren Schweinehund. Nur nix anmerken lassen! Vielleicht hilft ja der Kaffee. Koffeindope. Und tatsächlich. Österliche Gefühle. Wie singt Udo Lindenberg so schön: ''Hinter dem Horizont geht's weiter ?'' In Wittingen angekommen schnauft Willi: ''Jetzt nur noch Stötten.'' Ein Blick auf den Tacho: 155km, 2600 Höhenmeter, Puls ein bisschen zu hoch. Stimmung aber auch. Sehr hoch. Endorphine beflügeln mich. Nie war es schöner Geislingen über Türkheim zu erreichen! Stötten ist trotz Sonne kein Problem. Banane 5 und Joghurt. Schmeckt auch lecker. Zum ersten Mal bin ich es, der sagt: '''Komm, wir fahren weiter.''

Der Höhenmeter zeigt 2900 an. Aber die Birkenhöfe kommen noch. Ich glaube 12% Steigung. Aber jetzt ist alles egal. Ich weiß es: Ich schaffe es! Wahnsinn wenn der Glaube zur Gewissheit wird!

Im Ziel sind schon alle vom Team versammelt. Die Diakonie-Familie. Alle glücklich. Alle geschafft. Alle Gutes getan. Und Spaß gehabt. Fast von Beginn an!

Pfarrer Christoph Wiborg

Sonntag, 21. Juni 2009

Drei-Länder-Giro am 21. Juni 2009

In Nauders am Ziel


Bereits am Tag zuvor hatten wir unsere Startunterlagen in einem großen Fest-Zelt in Nauders abgeholt. Unter anderem erhielten wir unsere Start-Nummer mit Transponder (für die Zeitnahme) sowie einen Gutschein für 4 Euro, ausreichend für z.B. einen Teller Nudeln, die wir dann auch gemeinsam, als Stärkung für den nächsten Tag, gegessen haben.
Pünktlich um 6.30 Uhr ging es morgens los. Es war eine sehr große Anzahl (3.500) Fahrer, die alle gleichzeitig los wollten, aber nacheinander über die Matte für die Zeiterfassung am Start mussten. Nach ein paar Kilometern gab es gleich eine Umleitung mit zusätzlichen Höhenmetern. Bis zum Stilfserjoch wurde anschließend in einem sehr hohen Tempo gefahren. Am Stilfserjoch ging es dann erst relativ steil durch den Wald, bis sich gegen Ende die Straße in Serpentinen durch das Gestein- und Geröllfeld nach oben schraubte. Währenddessen kam es zu einem leichten Schneegriesel. Oben angekommen galt es sich warm anzuziehen, da die Abfahrt um die Nullgrad sehr kalt wurde. Die Abfahrt ging dann direkt in die Abfahrt des Umbrailpasses über, der teilweise geschottert und dadurch ziemlich kritisch war. Anschließend ging es den Ofenpass wieder hoch, für den man noch einige 'Körner' benötigte.
Es ging weiter mit einer längeren welligen Strecke, bei der es auch wegen dem einsetzenden Gegenwind von Vorteil war, sich einer schnellen Gruppe anzuschließen, um keine unnötige Kraft auf der Strecke zu lassen. Kurz vor Nauders kam dann noch eine längere Steigung, die spätestens jetzt die letzten Kraftreserven, soweit noch vorhanden, kostete. Die letzten Kilometer rollte man dann bergab ins Ziel nach Nauders, wo man vom Sprecher mit Namen empfangen und in den höchsten Tönen gelobt wurde.
Bei der Rückgabe des Transponders hat dann jeder Teilnehmer ein Trikot erhalten. Die Verpflegung unterwegs war sehr hochwertig wie z.B. Powerbar Gels, isotonische Getränke usw., die einem beim Vorbeifahren gereicht wurden. Natürlich konnte man auch anhalten und diese bei einer kurzen Pause abholen. Es waren auf der Stilfserjoch-Runde 5 Labstationen vorhanden, die aus meiner Sicht mehr als ausreichend waren.
Ingesamt war die ganze Veranstaltung eine große Gaudi mit super Stimmung. Auch das Wetter war, entgegen bisherigen Vorhersagen deutlich beständiger, was bestimmt zur guten Stimmung beigetragen hat. Ich kann den Dreiländergiro nur jedem empfehlen, der sich diese doch recht anstrengende Strecke zutraut.'
Martin Grözinger

Freitag, 1. Mai 2009

Eschborn - Frankfurt City - Loop

Ein unglaubliches Ergebnis wartete nach all den Strapazen auf unsere Fahrer:

Platz 6 von 25 gewerteten Firmen!!

Heinz Grözinger

Sonntag, 24. August 2008

Urlaub 2008

Der höchste, auf öffentlichen Straßen anfahrbare Punkt in den Alpen, die Söldener Gletscherstraße. 2.829 Höhenmeter. Das war eine anspruchsvolle Radtour mit durchgehend 13% Steigung! Und es hat uns allen Spass gemacht!

Heinz Grözinger

Donnerstag, 1. Mai 2008

18. Platz beim legendären Henninger Turm

Ich wusste, es wird schwer sein für mich. Mir war nicht klar, ob ich dieses anspruchsvolle Rennen mit mindestens 28 Km/h auf 100 Km schaffen werde.

Anfangs fuhren auch alle an mir vorbei. Nach einer Stunde kam der erste giftige Anstieg, 19 % Steigung auf 500 Meter. Ich habe einige Fahrer absteigen sehen, während ich diesen Anstieg schaffte. Da war mir klar, dass ich das Ziel erreichen kann. Beim letzten Drittel kam mir meine Ausdauer zugute und dann machte ich doch noch einiges wieder wett.

Dass wir einen guten Platz in der Firmenwertung erreicht haben, ist vor allem Stefan Siebertz, der die Strecke mit hervorragenden 36,1 Km/h schaffte und nur einen Rückstand von 7,25 Min. zum Sieger hatte und meinen beiden Söhnen, Martin und Thomas, die auch noch einen Schnitt von 33,2 und 32,6 Km/h fuhren, zu verdanken.

Insgesamt war es für uns alle ein besonderes Erlebnis, dieses Rennen mit einer Kulisse, so wie ich es sonst nur im Fernsehen gewöhnt bin, zu fahren.

Herzlichen Dank für Eure Organisation. Im nächsten Jahr bin ich wieder mit dabei!

Heinz Grözinger