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Montag, 7. September 2009

Das Evangelisches Gemeindeblatt berichtet

Lukas Wagner ist für die Diakonie einmal quer durch Deutschland geradelt. Nach 650 Kilometern war für Lukas Wagner Schluss - eine Knieverletzung zwang den Abiturienten, seine Tour abzubrechen. Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Der 19-jährige legte 200 Kilometer pro Tag mit dem Rad zurück - für einen guten Zweck. Hier der komplette Artikel als PDF zum Download.

Freitag, 21. August 2009

Bericht im Haller Tagblatt

Dankenswerterweise hat das Haller Tagblatt sich für unsere Geschichte noch einmal ausführlich interessiert. Mit dem Autor Jürgen Stegmaier (auch ein begeisterter Radfahrer) habe ich ein langes Gespräch über unsere Aktion geführt. Hier das Ergebnis. Am rechten Rand fehlt ein bisschen was, war für den Scanner zu groß.

Montag, 17. August 2009

Tag 7: 1000km / 55 - 192km = -137km

Nach 1000km in der Nähe von Lohr: Matthias Imkampe Nach 1000km in der Nähe von Lohr: Ole Wartlick Jetzt radeln wir ein paar Tage nicht mehr: Bibersfeld bei Schwäbisch Hall ist erreicht und wir freuen uns, dass wir gesund nach Hause zurückgekehrt sind! Soll übererfüllt! Wir sind jetzt so weit gekommen, jetzt steigen wir nicht mehr in den Zug. Am Main erreichen wir die 1000km Marke und haben damit unsere anvisiertes Ziel erreicht. Doch in der Nähe von Lohr am Main hören wir nun nicht mehr auf, sondern radeln über Marktheidenfeld wieder nach Baden-Württemberg ein. Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim, Künzelsau und schließlich das Ziel in Schwäbisch Hall Bibersfeld nach 1137km ist schließlich am heißesten Tag unserer Fahrt unsere einwöchige Radtour beendet. Wir werden mit Kartoffelsalat und Würstchen von meinen beiden Kindern Simon und Klara und meiner Frau Annette kurz vor 20.00 Uhr empfangen. In den nächsten Tagen fahren wir ganz bestimmt nicht Rad! Allen unseren Sponsoren ganz ganz herzlichen Dank. Sobald sich absehen lässt, wie viel es geworden ist, erstatte ich Bericht. Von etwa 1500 Euro weiß ich, doch wir werden sehen … Man darf ja auch noch nach unserer Aktion etwas für »1000km gegen Armut« spenden! Summe der Kilometer, wenn man das Radeln in Flensburg am Ankunftstag mitrechnet: Etwas über 1150 Kilometer Summe der Höhenmeter: Etwa 6000 Ungezählte süße Stückle und Kuchen unterwegs, ungezählte Trinkflaschenfüllungen Kein (!) Doping außer Cola Viele interessante Gespräche … Aus unserer SIcht hat sich das Ganze gelohnt und Lukas: Nächstes Jahr bist Du ganz dabei! Ein ganz großes Dankeschön den Mitarbeitern der Diakonie für die logistische Unterstützung und besonders Herrn Knep für die Pressearbeit; ebenfalls Herrn Grözinger für alle Unterstützung! Alle Berichte: Matthias Imkampe

Tag 6: 1000km / 214 - 159km = 55km

Das waren mindestens 18%! Aber wir schaffen das auch noch! Wir kommen unserem Ziel näher. Am Ende dieses Tages sind es noch ganze 55km, die uns von unserem hochgesteckten Ziel trennen. Ein Lehrerkollege, der extra seinen Traktor (Freizeitlandwirt) abstellt und uns den entscheidenden Tipp gibt, wie wir ohne großen Verkehr auf dem Radweg nach Fulda kommen. Es ist der Tag, der von der Motivation her den Tiefpunkt bedeutet. Ole radelt zwar, doch der Kopf will nicht, Matthias radelt zwar, doch die Beine wollen nicht, wir radeln weiter und werden immer langsamer. Eine Kuchenrast im Ort Tann, der früher drei Seiten von der DDR-Grenze umgeben war, hilft unserer Motivation nach 80km (15.00 Uhr) wieder auf die Sprünge und nach der Durchfahrt eines langen Tunnels (vormals für die Eisenbahn) läuft es gut 20km nach Fulda leicht bergag. Bergauf allerdings geht unsere Motivation und so erreichen wir am Abend nach etlichen starken Steigungen in der Rhön den Kurort Bad Brückenau. Während Lukas unseren Altersdurchschnitt senkte, senken wir inmitten von vielen kurenden Rentnern den Altersdurchschnitt in unserer Unterkunft. Immerhin ist Weinfest und wir genehmigen uns gemäßigt 2 Gläser Wein.

Tag 5: 1000km / 376 - 162km = 214km

Die Wartburg - aufgrund unseres Pensums nur von ferne Nun kommen die ersten richtigen Berge, der Harz steht an. Nachdem wir Lukas am Bahnhof verabschiedet haben (leider), machen wir uns auf den Weg in den Harz und oh Schreck, auch mein Knie (Matthias Imkampe) macht sich bemerkbar, auch das linke … Aber ich stelle meine Pedale neu ein, die Schuhplatten waren zu weit vorne und anschließend geht es wieder. Was ein Zentimeter verkehrte Einstellung ausmachen können. Über einige stark befahrene Straßen erreichen wir am Abend über Nordhausen, Sonderhausen, Mühlhausen (dort wirkte Thomas Müntzer) schließlich die Lutherstadt Eisenach mit der Wartburg. Quartier, nunmehr zu zweit: Juhe Eisenach. Gespräch mit einem fast 80jährigen Rentner in Mühlhausen, der zufrieden ist, obwohl er von 800 € Rente lebt. Er gibt uns den Tipp, wie wir am besten nach Eisenach kommen. Heute sind es fast 1900 Höhenmeter, die wir bewältigen. Die Wartburg bewahren wir für ein anderes Mal auf, ich erzähle statt dessen Ole einiges von Luther und seiner Bibelübersetzung Ach ja, den Mittelpunkt Deutschlands in Niederdorla haben wir besucht.

Tag 4: 1000km / 445 - 69km = 376km

Vor der Jugendherberge in Magdeburg, Start wie immer etwa um 9.00 Uhr Haben wir es übertrieben? Schon in den vergangenen beiden Tagen brauchte Lukas Wagner Schmerzgel für sein linkes Knie, heute geht gar nichts mehr. Wir quälen uns, bzw. er quält sich in Richtung Quedlinburg und wir beschließen eine kurze Etappe zu fahren und morgen weiterzusehen. Dafür sehen wir uns eine weitere schöne Kleinstadt im Osten genauer an. Viele restaurierte Häuser und noch manche, die eher in schlechtem Zustand sind. Auch hier bestätigt sich in Gesprächen, dass es außer Tourismus, recht wenig Perspektiven gibt und die jungen Leute abwandern. Und die Menschen, die Arbeit haben, das oft zum Niedriglohn tun. Wir wollen gar kein Geld einsammeln, sondern aufmerksam hinhören, was uns die Menschen erzählen. Am nächsten Morgen ist dann klar, dass Lukas Wagner leider aussteigen muss und sein Knie Erholung braucht. Schade, er hat ganz toll mitgehalten und wir machen im nächsten Jahr wieder eine Aktion zusammen, sofern es sein Studium der Elektrotechnik in Karlsruhe zulässt.

Tag 3: 1000km / 638 - 193km = 445km

Das in Tangermünde berühmte Kuhschwanzbier in der Version hell und dunkel, wir geleiten Ole Wartlick anschließend auf der Strecke Die einzige Panne wird an Tag 4 mit neuem Mantel behoben Von Dömitz nach Magdeburg Der Eindruck bestätigt sich: Manche Gegenden in Ostdeutschland scheinen regelrecht wie ausgestorben. Teilweise radeln wir auf Hauptstraßen und kilometerweit begegnet uns nicht ein Auto. Teilweise sind die gepflasterten Straßen nur überteert und es ist ein ziemliches Gerüttel. Ole Wartlick aber freut sich auf Tangermünde, denn dort gibt es das so genannte Kuhschwanzbier, die Geschichte muss er aber selber erzählen. Anschließend gibt es den einzigen Platten auf unserer Fahrt, der mit einem Reparaturspray von Lukas Wagner repariert werden kann und der Reifen hält anschließend noch 75km bis Magdeburg. Nicht kleckern, klotzen. Nach 160km wollen wir die Etappe beenden, finden aber nichts, was uns gefällt und so reicht es bis knapp vor der einbrechenden Dunkelheit nach Magdeburg, ein freundlicher Fahrradkurier weist uns den Weg zur Juhe und eine noch freundlichere Dame an der Rezeption vermitteln uns einen sehr guten Eindruck von diesem Teil Deutschlands. Wir essen bei einem sehr guten Italiener alle mindestens die doppelte Portion. Was sich bis dahin als undurchführbar erweist: Unser Transparent können wir eigentlich nicht groß entrollen - denn wir müssen fahren - fahren - fahren, essen - essen - essen, Weg suchen - Weg suchen - Weg suchen und nicht zuletzt schlafen - schlafen - schlafen. 1000km radeln sich nicht so nebenbei. Wir sehen das gelassen, sind wir doch aus Schwäbisch Hall schon mit ordentlich Spendenzusagen gestartet. So dass ein Bibersfelder sagte, wenn wir schon so viel Geld eingesammelt hätten, würden wir ja gar nicht mehr radeln. Doch wir radeln - und wie!

Tag 2: 1000km / 838 - 200km = 638km

Diakonie macht stark, oder? Bei unseren Gastgebern in der Nähe von Glückstadt Heute geht es in Richtung Hamburg und darüber hinaus. Freundlich werden wir von unseren Übernachtungsgebern verabschiedet und bekommen 10 Euro für unsere Aktion. Wir radeln auf dem Elberadweg, überqueren mit der kleinsten Fähre in Kronsnest einen Elbezufluss und erreichen gegen die Mittagszeit Hamburg und gleichzeitig holt uns starker aber immerhin warmer Regen ein: Wir fahren trotzdem weiter, durchqueren nach kurzer Rast Hamburg - und radeln wieder trocken elbeaufwärts über Geesthacht in den Osten und landen nach genau 200km schließlich in dem kleinen Örtchen Dömitz. Viele Häuser sind schön restauriert und als wir einen Hundebesitzer nach dem Weg fragen wollen und den Ort ehrlich mit den Worten »hier ist es aber schön« loben wollen, fällt diesem fast die Hundleine aus der Hand. Später erfahren wir, dass der Ort kaum Perspektiven für junge Menschen bietet. Außer der Beherbergung von ein paar Rad- und Motorradtouristen gibt es kaum Arbeitsmöglichkeiten.

Tag 1: 1000km - 162 = 838km

Vor der Kirche, außer von der Jugendherberge bis hierher steht unser Zählerstand noch auf 0 Nach der Übernachtung in der Jugendherberge in Flensburg beginnt unsere Tour erst mal damit, dass wir nicht radeln, sondern den Gottesdienst in der Nikolaikirche besuchen. Zusammen mit dem dortigen Leiter der Diakonie, Ernst-Otto Löwenstrom, dürfen wir unser Projekt im Gottesdienst vorstellen und erhalten von Pfarrer Thomas Bornemann einen persönlichen Reisesegen. Eine Anmerkung als Pfarrer sei mir erlaubt: Was Gottesdienstgestaltung betrifft, können die Württemberger von den Nordlichtern einiges lernen. Ganz abgesehen davon, dass Pfr. Bornemann gut predigen kann! Ausgestattet mit Radlerproviant, Banane, Apfel, Müsliriegel (Herr Löwenstrom) verabschieden wir uns von den freundlichen Flensburgern und machen uns auf den Weg, über Husum, Heide, Brunsbüttel (AKW) bis nach Glückstadt. Alles läuft prima und unsere Bilanz sind 160 Kilometer und vernachlässigbare Anstiege (200hm). Kurz regnet es mal bei Husum, ansonsten bleiben wir trocken. Bleibender Eindruck und unser Tagesgespräch neben der vor uns liegenden Strecke ist vor allem der gelungene Gottesdienst und wir beschließen, Pfarrer Bornemann muss aus Flensburg abgeworben werden. Jugendherberge in Glückstadt ist belegt, aber 5km weiter findet sich eine Übernachtungsmöglichkeit und wir essen zu Abend mit Blick auf die Elbe und freuen uns, dass wir so weit gekommen sind.

Samstag, 15. August 2009

Geschafft!

Samstag, 15. August 2009: Wir haben es geschafft! 20.00 Uhr Schwäbisch Hall, Bibersfeld - Ole Wartlick und Matthias Imkampe biegen müde, aber fröhlich wieder in Bildäcker ein. 1150 Kilometer sind es geworden. Demnächst ausführlicher Bericht. Alle Spender wurden also ehrlich »bedient«. Die »1000km gegen Armut« abgeleistet.

Dienstag, 11. August 2009

Zwischenmeldung

Zwischenmeldung von den "1000km gegen Armut":
die ersten drei Etappen sind geschafft, nachdem die Radler am Sonntag in der Nikoliakirche Flensburg den Reisesegen empfangen haben.
1.Etappe Flensburg-Glückstadt 160 km
2.Etappe Glückstadt-Dömitz 200 km
3.Etappe Dömitz-Magdeburg 195 km

Freitag, 7. August 2009

Evangeliumsrundfunk

Heute wurde ich vom Evangliumsrundfunk interviewt: Nachzulesen und auch nachzuhören über folgenden Link: http://www.erf.de/index.php?content_item=4818&node=1104 Ganz hochdeutsch geht's nicht, wenn ich ins Erzählen komme, schlägt der Schwabe (ursprünglich aus Esslingen) durch.

Dienstag, 4. August 2009

Zeitungsartikel Haller Tagblatt

Dienstag, 4. August.
Ich freue mich! Die 1000-Marke an Spenden ist schon überschritten. Stand 1015 Euro. Eine Einzelspende meines Radhändlers MHW-Bikehouse in Schwäbisch Hall über insgesamt 230,-- € half uns dabei!
Falls es klappt stelle ich noch den Haller-Tagblatt-Artikel hoch.
Weitere Spenden erwünscht …

Montag, 3. August 2009

Fängt gut an

Auf meine Heimatkirchengemeinde Bibersfeld ist Verlass, das wusste ich. Aber dass sie so großartig sind, habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet: Am Sonntag, den 2. August durfte ich unser Projekt im Gottesdienst vorstellen und anschließend habe ich Spendenzusagen in Höhe von 785,- Euro erhalten. Ganz, ganz herzlichen Dank an alle großzügigen Spender und das entgegengebrachte Vertrauen, damit lässt sich gut starten. Und bitte, liebe Mitschwestern und -brüder, lasst Euch davon anstecken. Es gibt viel versteckte Armut und Not auch in unserem Land. Sie ist nicht immer wahrnehmbar, weil sie sich schämt und versteckt.
DIAKONIE aber schaut hin und versucht zu helfen und deshalb ist die diakonische Kirche so wichtig!

Dienstag, 28. Juli 2009

1000 km für die Diakonie!

»1000km für die Diakonie«! Das war die Idee am Anfang nachdem mein Einstieg bei der Albextrem durch einen schnöden Speichenbruch missraten war. Und das nach 10km. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Wiewohl mein alter Freund Christoph Wiborg - wir haben zusammen Vikariat in Göppingen gemacht - zum ersten Mal mitfuhr und einen tollen Bericht abgeliefert hat. Nun, meine insgesamt 13. Teilnahme ist also gescheitert. Soll man da etwa Rückschlüsse ziehen auf den Sponsor? Letztes Jahr bin ich für ein kommerzielles Unternehmen geradelt. Nein, Diakonie ist toll und ich wollte unbedingt etwas für dieses Team tun, seit ich auf der Albextrem 2008 zum ersten Mal diese vielen Diakonieradler gesehen habe! 1000km! Start in Flensburg am Sonntag, den 9. August. 1.) Ole Wartlick, 2.) ich, Matthias Imkampe und ganz neu, 3.) ein ehemaliger Schüler von mir, Lukas Wagner! Gemeinsam wollen wir 1000km (mal 3) in Angriff nehmen. Zuerst von Flensburg nach Hamburg, mit dem Rauhen Haus von Johann Hinrich Wichern wohl der Gründungsort der Diakonie und von dort elbaufwärts nach Wittenberg, wo eben jener Wichern 1848 die Evangelischen Kirchen wachgerüttelt hat, dass man etwas für die Armen tun müssse. Das ist der erste Abschnitt. Sonntags starten und spätestens Mittwoch in Wittenberg, etwa 600km dürften es bis da sein. Wie es dann weitergeht werden wir sehen. So langsam rückt die Fahrt näher. Bald mehr! Matthias Imkampe; Wolfgang Engel, Diakonische Bezirksstelle Euer Matthias Imkampe (Pfarrer und Relilehrer aus Schwäbisch Hall)