Donnerstag, 12. September 2013

Rad am Ring 24 Std. Radrennen am Nürburgring


 Vor einer starken Woche hatten Stefan S. und ich das Angebot erhalten, beim 24 Stunden-Rennen am Nürburgring teilzunehmen. Zuerst waren wir noch unentschlossen, schließlich hatten wir bereits mit der Rennradsaison abgeschlossen. Je länger ich es mir überlegte, desto mehr fand ich daran Gefallen und schließlich überließ mir Stefan dann auch den Startplatz. Am Nürburgring angekommen war ich ziemlich überrascht, was alles nötig/sinnvoll war.


 Glücklicherweise hatten Micha und Tino eine nahezu perfekte Ausstattung mitgebracht (Wohnbus, Pavillon, großes Zelt, Scheinwerfer, „Bürgermeisterteppich“ J, Heizlüfter, …). 


Am nächsten Tag um 13:15 Uhr stand Micha pünktlich am Start, um anschließend kurz hinter der Spitzengruppe mit einem „Affenzahn“ an uns vorbeizufahren. Uns, das waren die restlichen Fahrer des 4er Teams: Martin H., Jochen und ich sowie Iris und Tino als Begleitung. Wir hatten die Strategie, jede Runde (ca. 25km und ca. 500hm) abzuwechseln, dafür aber das Ganze möglichst mit Vollgas anzugehen.


Nach Micha und Martin H. war ich dran und es war richtig toll, den Nürburgring mit dem Rennrad abzufahren, wohl wissend, dass hier normaler weise motorisierte Rennfahrzeuge unterwegs sind. Sehr hart und anspruchsvoll wurde die Strecke durch die vielen Höhenmeter: Steigungen bis zu 18 %, viele scharfen Kurven und eine Abfahrt zur Fuchsröhre mit Geschwindigkeiten von bis zu 100km/h.


Die anfänglichen Regenschauer konnten uns erst nicht aus dem Konzept bringen, so dass wir den 23sten Platz einfahren konnten. Als dann aber Starkregen mit Blitz/Donner und heftige Windböen einsetzte, haben  wir gemeinschaftlich beschlossen, das Rennen abzubrechen.


Während ich den Pavillon wegen den Windböen festhielt, konnte ich nicht fassen, dass noch immer Fahrer auf der Strecke waren und die Rennleitung das Rennen nicht absagt oder zumindest unterbricht. Die später dann doch folgende Unterbrechung hatte zur Folge, dass es zwei Zeitnahmen gab. Bei der ersten Zeiterfassung (Vom Start bis zum Abbruch) sind wir bedingt durch unseren früheren Abbruch auf Platz 30 gerutscht. In der zweiten Zeitnahme (ab Ende Abbruch bis Ende Rennen) erscheint unsere Gruppe nicht mehr. Trotz des  Abbruchs überwiegt bei mir die Erinnerung an das Gemeinschaftsgefühl und daran, dass jeder Fahrer alles gegeben hat, ...


... um dann völlig erschöpft an der Wechselzone anzukommen. Iris und Tino haben uns während des Rennens super unterstützt, so dass wir uns schnell erholen konnten, ohne allzu viel Energie aufwenden zu müssen, um z.B. nasse Klamotten zu trocknen.
Herzlichen Dank, Ihr habt das wirklich perfekt gemacht!

Martin G.

 

Mittwoch, 11. September 2013

Nürburgring 24h-Rennen

26km – der totale Wahnsinn!
 

Verdammte Kacke – denk ich mir, als ich bei wieder stärker werdendem Regen mit Iris am Streckenrand stehe und auf Micha warte, der sich durch den Nebel kämpft. Uhrzeit: 03:50Uhr. Mir ist kalt. Micha kommt, er hat jetzt erst mal Pause aber für mich steht eine weitere Runde Nordschleife an. Er meint nur „sauneblig da draußen“.
 
Das ist meine 5. Runde, inzwischen kenne ich die Stellen wo ich aus dem Sattel muss, wo auf die Zähne beißen, wo welcher Gang usw. Kurz durch die Boxengasse und raus in die Grüne Hölle. Hier ist man auf sich allein gestellt.


Bei dichtem Nebel und starkem Regen fahre ich von Rücklicht zu Rücklicht, meine Mitstreiter zeigen mir quasi wohin. Problem: Hat man alle überholt, muss man unweigerlich langsamer fahren, da bei der schlechten Sicht die Kurven nicht einsehbar sind. Die Fuchsröhre nehme ich jetzt nur noch mit 75km/h, durch das Wasser auf der Straße wird wohl der Rollwiederstand verschlechtert :-). Teilweise bremse ich nur aus meiner Erinnerung heraus, da ich von den vorherigen Runden weiß, dass gleich eine Kurve kommen muss. So komme ich trotz miesestem Wetter relativ schnell durch und stehe plötzlich am Aufstieg zur Hohe Acht. Jetzt nochmal alles geben, ich schalte hoch und fahr mein Tempo. Jetzt fängt es auch noch an zu Gewittern, eine krasse Atmosphäre, wenn bei strömendem Regen und Nebel plötzlich alles taghell wird. Was mach ich hier eigentlich, ich schleppe mich die 17 prozentige Rampe zur Hohen Acht rauf. Geschafft. Jetzt noch ein paar Hügel wegdrücken und schon bin ich wieder im Ziel.

 
Gesagt getan, frisch motiviert trete ich in die Pedale. Die Beine brennen… 
 
Martin Hagmann

Samstag, 7. September 2013

Bodenseemarathon am 7. Sept.


So stelle ich mir das Urlaubswetter am Bodensee vor: Blauer Himmel, Schönwetterwolken und gute Sicht. So wie heute!


Wie wir sehen, hat sich Melanie von ihren Strapazen beim Ötzi schon erholt. Schnell noch die notwendigen Formalitäten erledigen.


Jens und Adrian, Vater und Sohn, fahren die kleine aber schöne Runde.
 
 
Dann kann es losgehen.
Uwe, unser Sportsfreund aus Thüringen, hatte leider Pech. Auf der Schweizer Seite hat ihn ein Auto absichtlich angefahren - auf dem Fahrradweg! - so dass er stürzte. Das Fahrrad ist hinüber und er hat sich einige Prellungen zugezogen. Wir alle wünschen ihm gute Besserung!
 
 
Nach dem letzten kurzen aber recht steilen Stich in Meersburg freuten wir uns auf ein kühles, alkoholfreies Bier und - wie immer - auf den Austausch unserer Erfahrungen.


... Christiane sieht immer noch recht frisch aus. ....

Donnerstag, 5. September 2013

Tour Challenge Auftaktzeitfahren

 
 
Die Tour Zeitschrift hat sich dieses Jahr ein neues Rennformat ausgedacht. Eine 4tägige Veranstaltung mit einer Einzelwertung und ab 4 Personen eine Gruppenwertung. Zum Auftakt ein Zeitfahren das nicht zur Gesamtwertung zählt, aber mit dem die Startaufstellung ausgefahren wird.

 
Mich erwischte 1 Tag vor der Veranstaltung ein Magen-Darm-Virus mit starken Kopf und Bauchschmerzen. Am Tag der Veranstaltung rang ich lange mit mir, letztendlich bin ich dann doch nach Davos gefahren. Das Zeitfahren führt von Davos aus in ein wunderschönes Seitental bis zur Alm Dürrboden. Das sind ca.10km und 450hm, das hört sich recht einfach an sollte man meinen. Meine Startzeit war um 17.19 Uhr, gestartet wurde in 20sec. Abständen. Man fühlt sich wie bei der Tour de France. Jeder Fahrer wird aufgerufen und vorgestellt.
 
 
Von der Startrampe aus ging es erst einmal recht flach in den Anstieg hinein, doch schon bald folgten steilere Abschnitte die aber immer noch sehr angenehm gleichmäßig waren. Ich konnte die letzten beiden Tag nicht viel zu mir nehmen, und so merkte ich recht schnell, dass ich nicht meine volle Kraft zur Verfügung hatte. Ich ließ mich trotzdem nicht beirren und fuhr  gleichmäßig mein Tempo. Schon nach dem Einfahren bemerkte ich, das mein Puls auch in Ruhe um mind. 20 Schläge erhöht war. Gleich zu Beginn des Zeitfahrens schoss er dann ungewöhnlich hoch, letztendlich konnte ich ihn auf diesen Niveau halten. Die Straße wurde oben etwas welliger und eng. Ich bewältige die Strecke in 30,54min. womit ich mich für den 2 Startbock qualifizierte.

Bis morgen
Achim

Montag, 2. September 2013

Alpenbrevet 2013


 
 Mit einer Rekordteilnehmerzahl von 2444 Teilnehmern startet der Alpenbrevet am frühen Samstag morgen um 6.45 Uhr. Nachdem die Veranstaltung letztes Jahr wegen dem schlechten Wetter abgesagt wurde, waren heute die besten Bedingungen vorausgesagt. Die drei Runden führen über 132, 172 oder 276 Kilometer vom Berner Oberland aus durch mehrere Schweizer Kantone und über bis zu fünf Pässe wieder zurück nach Meiringen.
 

Bei meiner Fahrt zum Start zeigte das Thermometer 14°C an. Da ich 15km entfernt untergebracht war, fuhr ich mit dem Auto nach Meiringen. Der Alpenbrevet Parkplatz und das Parkhaus waren schon voll, sodaß ich durch den Ort irrte auf der Suche nach einem geeigneten Platz.


Nach endlosen Minuten der Suche wurde ich dann fündig, sodaß ich mich gerade noch 3 min. vor dem Startschuß in den hinteren Startblock einreihen konnte.

Von Meiringen aus führt die Strecke gleich ca.30 km bergan zum Grimselpaß. Durch meinen hinteren Startplatz mußte ich nun sehr viele Fahrer überholen, was nicht so einfach war, da der Veranstalter das Überfahren der Mittellinie ausdrücklich verboten hatte (Es mußte immer mit Gegenverkehr gerechnet werden). Die letzten Kilometer vor der Paßhöhe wurde das Feld dann etwas lichter und ich konnte nun endlich meinen Rhytmus fahren. Oben am Paß, bei 4°C, zeigten sich die ersten kräftigen Sonnenstrahlen die die umliegende grandiose Bergkulisse toll ausleuchteten. Ich legte eine kurze Verschnaufpause ein und wärmte mich an einer heißen Brühe.
 

Die Abfahrt hinunter nach Gletsch war ein Traum, herrlicher Sonnenschein und eine Furka-Bahn die einen mit einem lauten "tuuuut" begrüßte. Nun stand die Streckenteilung an und ich bog in Richtung Furkapaß zur Silber-Runde ab.


Ein toller Paß mit einem schönen Blick auf den Rhone-Gletscher bzw. was davon noch übrig ist. Die Strecke war nun wie leergefegt und ich konnte nun gut mein Tempo fahren. Auf der Abfahrt von Furkapaß war volle Konzentration angesagt, da die Straße sehr schmal und Belag wellig und uneben ist. Auf der einzigen etwas ebenen Passage im Tal Richtung Andermatt fand ich zwei Mitfahrer, mit denen ich abwechselnd den Windschatten teilte. An der zweiten Verpflegungsstelle in Andermatt gab es wieder eine tolle Verpflegung mit den verschiedensten Getränken, Energieriegeln, Gels, Obst usw. ...

Nun folgte der letzte Anstieg zum Sustenpaß, die Temperaturen waren merklich über 20°C angestiegen. Der Auffahrt zum Paß lag bis auf ein paar kurze Galerien voll in den Sonne. Bei mir lief es nun richtig gut und ich konnte noch viele Fahrer überholen. Die letzte Verpflegungsstelle war wieder direkt auf der Paßhöhe. Es folgte eine lange Abfahrt mit einem kurzen 90hm Anstieg kurz vor Meiringen.


Im Ziel angekommen war ich froh, dass ich diesmal unfallfrei und defektfrei (Beim Arlbergiro war mein Schaltungszug gerissen) angekommen bin. Ich war ganz erstaunt, daß im Zielbereich so wenig los war, wenig später beim Blick auf die Zeittafel wurde mir klar warum. Ich war bei der Silber-Tour über 132km und 3900hm als 44.ter von 639 Startern im Ziel mit einer Zeit von 5:50 Stunden.

Achim

Nächste Woche starte ich 4 Tage bei der Tour Challenge, Berichte folgen.

Mittwoch, 28. August 2013

Vattenfall Cyclassics / Hamburg

Pressestimmen:
John Degenkolb (Team Argos-Shimano) und André Greipel (Team Lotto Belisol) waren bei den 18. Vattenfall Cyclassics nach einem traditionellen und spannenden Massensprint die Schnellsten auf der Hamburger Mönckebergstraße.

Mit rund 19.000 Jedermann-Teilnehmern und den über 160 Profis sind die Vattenfall Cyclassics in Hamburg das Topereignis im weltweiten Radsport
und das größte Jedermann-Rennen in Europa.
Die 18. Vattenfall Cyclasssics fanden in diesem Jahr am 25. August 2013 statt.
Rund 19.000 Jedermann-Teilnehmer und 160 Profis waren bei bestem Wetter in Hamburg am Start.
800.000 begeisterte Zuschauer haben das Rennen entlang der abwechslungsreichen Strecke durch die City und das Hamburger Umland begleitet. Die Strecken der Vattenfall Cyclassics führen durch die schönsten Ecken der Hansestadt Hamburg und ihrer Umgebung. Einen ganzen Tag lang ruht der Verkehr in der Region für den Sport. Nahezu 2.000 Helfer von Polizei, Feuerwehr und THW machen den Weg frei. 

Ein Fundracer schreibt:
Mit den Infos aus der Presse ist doch eigentlich schon alles Wissenswerte über die „Cyclassics“ geschrieben, … oder ;-) ? 

Hamburg empfing Thomas und mich mit einem sonnigen Wochenende und sehr angenehmen Temperaturen, während im Schwabenländle Regen vorherrschte.
Meistens ist es ja umgekehrt. 


Am Vortag des Rennens, … ein kleines Päus-chen während des Hamburg Sightseeings,
hier vor dem HH-Rathaus.

 

Noch nie bin ich mit soviel Ungewissheit zu einem Rennen gefahren.
Bis zum Vortag der Veranstaltung mussten wir Weitangereisten noch um einen Startplatz zittern. Angemeldet waren wir mit dem Team „Hamfelder Hof“, … das hat zwar letztes Jahr auch geklappt, aber diesmal hatten wir am Samstagnachmittag noch keine Akkreditierung.
Nachdem wir schließlich unseren Kontaktmann vom Team im Gewühl gefunden hatten, ging dann Alles sehr schnell: 2 x Startblock D für die Fundracer aus Schwaben. 

Das Renn-Geschehen am Sonntag war uns aufgrund der Teilnahme 2012 nicht fremd.
So wussten wir, dass es an Steigungen bei den „Cyclassics“ nur die Köhlbrandbrücke
(4km lang und zwei Hafenbecken überspannend) und verschiedene kleinere Hügel gibt.
Körner kostet hier der Wind … und der hat am 25. August trotz des Schönwetters heftig aus Nordost geblasen.  
Thomas (ein Foto ist bestellt und wird noch eingestellt)

In vielen Städten werden Sportveranstaltungen oftmals an den Stadtrand verbannt,
in der 1,7 Millionen-Metropole hat man die Radler mitten in die City geholt und hat ein 2-tägiges Fest celebriert. Für das Finish haben die Veranstalter sogar noch zwei Extra-Schleifen durch die Innenstadt eingeplant, bei komplett gesperrten Straßen.
Die Zuschauermassen belegen, dass hautnah dargebrachter Radsport nichts an Attraktivität eingebüßt hat. Die Biker fanden es einzigartig, bei der Ankunft in der Hansestadt von tausenden applaudierender, Rätschen-schwingender und Tröten-blasender Zuschauer begrüßt zu werden.  

Nach der Zielankunft, … noch etwas außer Atem. 

Thomas habe ich nach dem Start aus den Augen verloren, … verschwitzt trafen wir uns wieder im Zielbereich mit dem „Erdinger“-Regenerationsdrink in der Hand.
Er machte keinen ganz glücklichen Eindruck, … ein Plattfuß hat seine Rennzeit etwas verzögert, … trotzdem reichte es ihm zu einem Schnitt von 33km/h.
Bei mir waren es (ohne Reifenpanne) 36,4km/h.

Gutes Design, …eine Ritzel-Nachbildung als Finisher-Medaille.
Ich staune … und bin etwas enttäuscht, als ich mir meine Zeit mit der von 2012 verglich, … trotz unterschiedlicher klimatischer Bedingungen unterscheiden sich die Zeiten nach 103km nur unwesentlich, … eine Verbesserung um gerade mal 29 Sekunden.     

Joachim.  
 

Dienstag, 27. August 2013

Ötztal-Radmarathon 2013

Der Ötztal-Radmarathon fand dieses Jahr zum 33. mal statt. Doch dieses Jahr sollte es ein besonderes Erlebnis werden. Der Zweite und Ex-Profi Joerg Ludewig meinte, es sei sein schlimmstes Radrennen gewesen und selbst der 40.platzierte Jan Ullrich dachte auf der Abfahrt vom Kühtai nach Innsbruck an ein Sammeltaxi für die Rückfahrt ins Hotel.
 
Samstags beim einradeln u Söldener Radluft schnuppern

Somit waren die eigentlichen Gewinner aufgrund der Wetterbedingungen alle Finisher. Von ca. 4500 gemeldeten Startern waren 3200 Männer und 150 Frauen am Start, und nach 238km und 5500 Höhenmeter sind im Ziel 2300 Männer und 83 Frauen angekommen, darunter ICH. Melli Bernardino aus dem schwäbischen Geislingen. 
Schon die Wetterprognosen ließen nichts Gutes erahnen und nachdem es die ganze Nacht durchgeschüttet hatte, überlegte ich mir, mit dem Regenschirm loszuradeln.
 

Grandioses Ötzi Shirt aus den Trikots der vergangenen Jahren

Somit wurde bereits die 32km Abfahrt von Sölden nach Ötz eine Material-Testfahrt für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Und ich glaube, jeder und jede freuten sich dann, wie es endlich zum 2020m hohen Kühtai nach oben ging. Denn die teilweise bis zu 16% Anstiege waren die beste Methode, wieder warm zu werden. 
Nach einer kurzen Pause am Pass und erfrischenden 2°C sollte nun die haarsträubende Abfahrt bei strömenden Regen hinunter nach Innsbruck folgen. Bereits am Pass stiegen über 500 Teilnehmer aus und auch die Abfahrt brach der eine oder andere ab, weil er entweder seine Hände nimmer spürte oder die Bremsen unwirksam waren. Ich selbst schlich regelrecht mit 30km/h die 15km Abfahrt hinunter, meine Unterarme schmerzen heute noch.
 

Testfahrt am Samstag bis ins Ziel

Doch Petrus meinte es gut mit denen, die durchgehalten hatten. In Innsbruck begrüßten uns die ersten Sonnenstrahlen und den Brenner jagten ich mit meinem Partner mit über 30km/h hinauf. Auch die vielen Zuschauer tobten, als sie eine der ganz wenigen Frauen fröhlich durch die Ortschaften rasen sahen. Ich lass jetzt mal weg, dass uns ca. über 100 Männer im Schlepptau folgten ;-). 
Nach 125km „warm“-radeln waren wir auf dem Brenner und konnten an der zweiten Verpflegung die Socken wechseln. „Gelesen“ hört sich dieser Satz bescheuert an, aber dort oben waren alle froh, die nur ein klein wenig an Wechselklamotten am Brenner deponiert hatten.
 

Schon am Samstag hatte ich beim Anblick des Ziels Gänsehaut

Bei der Abfahrt nach Sterzing bekam das Schild „Willkommen im sonnigen Südtirol“ eine wahrhaft neue Bedeutung!
 
Somit wurde auch der Anstieg zum 2090m hohen Jaufenpass eine wahre Freude, die Sonne tat ihr Übriges und die Abfahrt nach Südtirol nach St. Leonhard war der Hammer. Wie Fliegen, nur schöner!!! 

Und wer den Ötzi kennt, weiß, dass nun, nach bereits 183km und 3700 Höhenmetern die 30km Auffahrt zum 2509m hohen Timmelsjoch folgt. Nachdem Stunden zuvor noch Schneetreiben von oben gemeldet wurde, war es wohl der einzige sonnenüberflutete Pass in der Umgebung, der uns mit all seinen vielen Serpentinen entgegenstrahlte.
 

Im Ziel angekommen, ein unglaubliches Gefühl

Aber es wäre ja zu einfach gewesen, darum hatten die Wetterbedingungen meiner elektronischen DII Schaltung doch etwas zu schaffen gemacht. Hinten ging nix mehr zum Schalten. Wir mussten von Hand auf den ersten Gang schalten. Die Technik stieg aus, aber nicht meine Beine und erst recht nicht mein Kopf!!! 
Somit strampelte ich inmitten einem berauschenden, schneebedeckten und mit Regenbogen bestücktem Bergpanorama nach unter 3 Stunden Auffahrt auf den Pass.
 
 
Geschafft !! Yes i can :-) Als Belohnung gibts ein Finisher Trikot

Die rauschende Abfahrt nach Sölden gab schon ein Vorgeschmack auf die Zielankunft, die ich als 43.te Frau nach 11:31 Stunden  erreichte. Ich habe mir wirklich einen Traum erfüllt. Den Ötztaler.

Melanie

Sonntag, 25. August 2013

Leinenwebertour - Ötzi - Hamburg

Ich war heute nicht am Start der Leinenwebertour - es hat die ganze Nacht geregnet. und so bin ich gar nicht hingefahren.
 
Einige von unseren Mitgliedern hatten am heutigen Abend ihre früheren Teilnahmen beim Ötzi gefeiert. Und - wie könnte es anders sein - über die diesjährige Teilnahme von Melanie voller Respekt gesprochen:
Von 4.700 gemeldeten Fahrern in diesem Jahr sind vor allem wegen dem schlechten Wetter nur 3.352 gestartet.
Und von den tatsächlichen Teilnehmern sind nur 2.375 am Ziel angekommen. Wen wundert es, auf dem Timmelsjoch schneite es bis zu Mittag und anschließend ging der Schnee in Regen über.

Und unsere Melanie war dabei und hat das Ziel erreicht!

Mehr wird noch nicht verraten, sie wird selbst darüber berichten. Herzlichen Glückwunsch schon mal vorab von uns allen! 
 
Und auch Joachim kann ein stolzes Ergebnis mit nach Hause bringen.
 

Er hat am  Hamburger Vattenfall Cylassics teilgenommen. Erfreulicherweise war dort das Wetter besser. Auch er wird selbst darüber berichten. Herzlichen Glückwunsch!

Montag, 19. August 2013

Gruß aus den Hochalpen

Nach drei Wochen Frankreich – von seinen allerschönsten Seiten – sind wir wieder wohlbehalten im Lande…
 
Col de la Madeleine

Die erste Woche haben wir in den Hochalpen mit einer kleinen Truppe Tuttlinger (7 – wovon 5 immer schon im Team des DFRF mitradeln) gemeinsam „genossen“ (bis auf den Col de la Madeleine, der hat mich – wie schon 2006 – wieder die allerletzte Kraft gekostet!!!). Aber ansonsten war es eine rundum schöne und (so seltsam es klingt J) erholsame Radelwoche.
 
Cormet de Roselends
 
Und endlich (geplant seit vielen Jahren!!) konnte ich wieder einen Pass von meiner Löffelliste abarbeiten: den Cormet de Roselends – wohl einer der schönsten und zugleich seltenst befahrenen Alpen-Pässe überhaupt (wir sind ihn von Beaufort nach Bourg St. Maurice gefahren!),
 
Col de Sarenne
 
aber auch der Glandon/Croix de Fer oder die spektakuläre Runde über Alpe d’Huez und den Col de Sarenne waren ein Riesen-Erlebnis.

Alpe d’Huez
 
Hier sind wir die diesjährige Tour de France Runde (nun schon zum zweiten Mal) gefahren; allerdings Alpe d‘Huez nur einmal! Ein super Kontrast zwischen den übervoll-touristischen 21 Kehren bis Alpe d’Huez und der einsamen, wundervollen kleinen Bergstraße zum anschließenden Col de Sarenne. Und weil es unsere Königsetappe war, haben wir mal wieder kräftig für die Diakonie Werbung gemacht.
 

Liebe Grüße

Frank und Brigitte

Sonntag, 18. August 2013

Magstadter Radtourenfahrt am 18. August


bei allerschönstem Wetter trafen sich zehn Biker in Magstadt.
 
 
Unsere Top Gruppe, die sich heute viel vorgenommen hat. 234km und 3.900hm waren die Herausforderung.
 
 
Dann der "Rest".
154km bei 2.200hm waren auch erst einmal zu schaffen.
 
 
Und wieder am Ziel angekommen, galt der erste Blick dem Fahrradcomputer.
Ein Schnitt von knapp 27km/h war das stolze Ergebnis dieser Runde ...
 
 
... und das musste entsprechend gefeiert werden!
 
 
Dann kamen auch unsere Biker von der Marathonstrecke zurück.
 
 
Ralph ist nach der Marathonstrecke noch ganz munter wie man sieht ... .

Übrigens: Hätten alle rechtzeitig ihre Startkarten abgegeben, dann wäre ein Pokal drin gewesen!

Dienstag, 13. August 2013

Highlander“ / Vorarlberg am 11.08.2013

Sonntagmorgen 6.50 Uhr in Hohenems auf dem Marktplatz.
Der Pfarrer hält eine kurze Andacht.
Er spricht von Wegstrecken, … von Zielen, … von Ankunft …
und verflechtet sein Thema mit den Begriffen Gemeinschaftserleben, Rücksichtsnahme und Fairness.
Anschließend spricht der Bürgermeister.
Die Zuhörer lauschen interessiert.
Pfarrer und Bürgermeister scheinen mit der Größenordnung ihres Publikums
zufrieden zu sein und stören sich auch nicht daran, dass alle Anwesenden ihr „Arbeitsgerät“ mitgebracht haben.
Um 7.00 Uhr ertönt in Hohenems ein 1200-maliges Klicken,
kurz darauf noch einmal.
Die Radler sind mit den Pedalen verbunden, … das Rennen kann beginnen.

 
Wie ein Lindwurm windet sich das Peloton durch die Straßen der Vorarlberger Kleinstadt. Ein erster Sturz erfolgt schon nach 200m.
Die Aufwärmphase entfällt, … auf einer geraden Straße bewegen wir uns mit 43km/h auf Dornbirn zu, doch die Geschwindigkeit reduziert sich von selbst, … der erste Anstieg führt hinauf zum „Bödele“.
 
Völlig entspannt warten die Trikots samstags auf den Einsatz am nächsten Tag

 Vom Namen könnte man einen leicht zu fahrenden Hügel erwarten, … nicht einen 8km langen Anstieg (auch Losenpass genannt) mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,6% und einigen Rampen mit 12-14%. Die Strecke ist Uwe und mir nicht unbekannt, wir sind schon vor 2 Jahren hier gestartet. 

Sonntagmorgen 6.35 Uhr, ... 
nacheinander kommen 1200 Starter vom Frühstückstisch 
 
Im Bregenzerwald kommen wir in Schwarzenberg an. Die Strecke führt weiter über Egg, Mellau, Au, durch etliche Galerien und Tunnels (froh ist, wer Licht am Lenker hat) nach Schröcken und zum Hochtannbergpass.
Von der Passhöhe führt eine gut asphaltierte Straße nach Warth.
An der dortigen Verpflegungsstelle warten die Veranstalter mit Salzstangen auf, eine gute Alternative zu dem sonstigen pappsüßen Angebot.
In meinem schweißnassen Trikot denke ich an das „weiße“ Warth und an klirrend kalte Wintertage beim Skifahren. 

... und alle freuen sich auf einen sonnigen Renntag in den Vorarlberger Alpen
Wo im Winter eine Schranke die Durchfahrt wegen Lawinengefahr verwehrt, durchfahren wir ein faszinierend grünes Hochtal von Warth nach Lech.
Selbst im Sommer ist der Unterschied zwischen diesen beiden Orten deutlich, …
dort das verschlafene Warth, hier das mondäne Lech … und gerade mal 8 km auseinander.
Der anschließende Flexenpass hat keine besonderen Reize. Er verbindet Lech und Zürs mit dem Arlbergpass und dem Klostertal. Nennenswerte landschaftliche Ausblicke werden durch eine endlos lange Galerie verwehrt.
Eine rasante Abfahrt belohnt für den tristen Anstieg und schon bald mündet die Strecke in die Arlbergpass-Straße.
 
Verpflegungsstelle Flexenpasshöhe, ... 
der Eine labt sich an "Powerbar-Isodrinks"
Es folgen nun mehrere längere Lawinenschutzgalerien, die talabwärts naturgemäß mit hoher Geschwindigkeit angefahren werden, …
Bremsmanöver sind unumgänglich, … der Wechsel vom hellen Sonnenlicht,
zur Dunkelheit dieser „Höhlen“ ist hart.
Der Fahrbahnbelag ist griffig und es macht Spaß, diese Straße abwärts durch das Klostertal bis kurz vor Bludenz zu fahren. Für einen Schönwetter-Sonntag in den Alpen begegnet uns nur schwacher Verkehr, … der Hauptverkehrsstrom nutzt den großen Arlbergtunnel. 

... der Andere begutachtet die Ausstattung seiner Konkurrenten
100km liegen hinter uns, weitere 40km schlängeln sich über welliges Gelände über Thüringen, Rankweil und Götzis zurück nach Hohenems.
In Ludesch teilt sich die Strecke in die 140km- und 160km-Distanz (über Furka- und Faschinajoch), … Uwe und ich entscheiden uns für die 140er.
Mit einer um 32 Minuten verbesserten Zeit gegenüber 2011 durchfahren wir den Zielbogen. An Platzierung bedeutet das für Uwe einen 272. Rang Gesamt
(142. Rang AK) und für mich einen 276. Rang Gesamt (23. Rang AK). 

 Joachim.