Montag, 2. August 2010

Mountinbike Wochenende vom 31. 7. bis 1. 8. in der Pfalz

FundRacingMountain hiess es am 31.7. und 1.8. für 5 wackere Mountainbikefahrer in Schweigen-Rechtenbach, Pfalz, nahe der französischen Grenze.

Dem lieben Gott fiel vom Wagen der Schöpfung ein Stück Land herunter und flugs setzte sich der Teufel drauf und wollte es nicht mehr hergeben; na b´halts sagte der liebe Gott und so kam der Legende nach der Name zu Stande.


Höllisch steile Anstiege zu verfallenen Burgen aus dem Mittelalter und himmlisch schöne Abfahrten in wunderschön restaurierte Fachwerkdörfer und Städtchen zeigten die Guides Marcus und Stefan, wobei v.a. Marcus immer noch einen Trail "Achtung: Trailalarm!" fand.


So wurden es am ersten Tag über 50 km bei ca. 1500Hm bei schönstem Wetter.

Abends unter dem Nussbaum wurde dann bei gutem Essen und hervorragendem Wein eifrig über Federgabeln, Trails und manch andere Themen philosophiert.
Am zweiten Tag ging es am Rand des Pfälzer Waldes durch die Weinberge mit wunderschönen Ausblicken in den Rheingraben und zum Schwarzwald auf mitunter verwunschenen Wegen nach Bad Bergzabern. 100 Meter von der Hauptstraße verschluckte uns ein steil ansteigender Trail und wir waren mitten im dichten Pfälzer Wald, der als Überraschung eine Freeride-Übungsstrecke bereit hielt, die wir durchsurften.


Schließlich gingen wir dann doch zum laut Willy hedonistischem Teil des Wochenendes über, sprich zur Weinprobe, die wir mit einem Gläschen Winzersekt abschlossen.
Beim Nach-Mittagessen war klar: Wir kommen wieder!

Stefan Kunert

Sonntag, 25. Juli 2010

Neckar-Alb-Rundfahrt am 25. Juli

Bei schönstem Wetter treten 8 Biker zur Neckar-Alb-Rundfahrt an.

... Fahrrad auspacken,
Joachim  und Doris kommen in der Regel als Erste an  ...

... anmelden

... das obligatorische Startfoto darf nicht fehlen
... und schon geht es los.

Sonntag, 18. Juli 2010

Filstal-Alb-Rundfahrt am 18. 07.

Bei schönstem Wetter und noch bessserer Laune treten 17 Diakonie Fund Racer zur Filstal-Alb-Rundfahrt an. Alle loben die Streckenführung auf der Alb und fast hätte es auch noch zu einem Pokal als größte Gruppe gereicht.

... Auch wenn es auf der Strecke nicht zu heiß war, macht die Tour doch recht durstig!

Und schließlich soll jedes Bedürfnis seine Erfüllung finden!
Wer weiß, wer das ist?

Montag, 12. Juli 2010

Circuit Cycling Hockenheim – ein heißes Rennen, in jeder Hinsicht

Über 40 ° im Motodrom und drei Diakonie Fund Racer treten bei dieser mörderischen Hitze an und wollen eine Distanz von 60 Km fahren ....


... und warten geduldig auf den Startschuss.
Etwa die Hälfte der Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten dieses Rennen nicht durchgehalten. Sie mussten vorzeitig wegen der Hitze aufgeben!


Martin kommt mit der Spitzengruppe ins Ziel und hat Platz 18 der Gesamtgruppe und Platz 2 in seiner Altersklasse erobert! Gesamtzeit:  1:32:17 Std,
weniger als 1 Minute nach dem Gesamtsieger, der eine Zeit von 1:31:24 Std. gefahren ist!
Herzlichen Glückwunsch!


Rainer kommt ebenfalls mit der Spitzengruppe ins Ziel. Er hat Platz 28 der Gesamtgruppe und Platz 5 in seiner Altersklasse erreicht. Gesamtzeit: 1:32:19 Std.
Auch ihm herzlichen Glückwunsch!


Thomas musste aufgeben, nach dem er 3 Runden fast ganz vorne an der Spitze mitgefahren ist. Die Hitze hat ihm zu sehr zugesetzt, nachdem es alles gegeben hat!
Auch diese Leistung ist bei dieser Hitze zu würdigen!


Alle 3 Diakonie Fund Racer haben sich wacker geschlagen. Wir sind stolz auf euch!

Tannheimer Radmarathon „ein Rennen der besonderen Art“

Eigentlich wollte ich ja kein Rennen mehr fahren, habe aber bei der Anmeldung im Januar nicht mehr darüber nachgedacht, dass in Österreich grundsätzlich im Pulk gestartet wird und die Zeit mittels Transponder genommen wird.



Ich hatte mich im Januar ursprünglich für den Radmarathon 230 km gemeldet und bezahlt, doch ein Sturz eine Woche vor dem Start hat dies nicht zugelassen.
Ich habe Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen und habe mich dann unproblematisch auf die 130 km „Flachetappe“ ummelden können.


Ich war so frei und habe mich, (da ich nun seit 2 Wochen für die Diakonie fahre) auf Diakonie „Fund Racing Team“ umgemeldet.
(Es stand auch im Diakonie-Forum, leider haben sich so kurzfristig keine Mitfahrer gemeldet.)
Ich machte mich also morgens um 2 Uhr Richtung Tannheim auf und bin dort um 04:15 angekommen.

Zunächst erkundigte ich mich , wo man die Startnummer holt, frühstücken kann und sich die sanitären Anlagen befinden.
Alles ist im Umkreis von ca.100 Metern!
Nach dem Frühstück, das es um ca. 05:30 gab habe ich noch ein kleines Nickerchen gemacht und um 06:00 Fahrrad und mich vorbereitet.


Vor dem Start

Um 06:30 bin ich dann Richtung Start gerollt da ich ziemlich weit vorne starten wollte.
Dies ist mir auch gelungen, ich war einer von den ersten 50-70 Startern.



Punkt 07:00 ging es dann auch schon los. Ab den ersten Kilometern merkte man dann auch, dass es parallel um die Österreichischen Staatsmeisterschaften der Damen ging.

Der Schnitt der ersten gefahrenen Stunde war der Wahnsinn, (über 40 km/h)
Ich musste unbedingt zwei bis drei Gänge zurücknehmen, wenn ich ins Ziel kommen wollte.
Habe mich also aus der ersten Startgruppe rausfallen lassen, es ging einfach nicht mehr , die zweite Gruppe, die auf sich nicht lange warten liess, war auch nicht langsamer, daher liess ich mich auch da zurückfallen . Erst In der 5. Gruppe war der Schnitt dann fahrbar zwischen 34 und 36 km/h..

Es ging ca 115 km durch flaches und etwas hügeliges Gelände und super Landschaft, nur zum Schluss hin ging es den Gaichtpass hoch, ca. 3-4 km zwischen 6-8 % (ist relativ gut gerollt).

Nach 130 km hatte ich das Ziel mit einer Zeit von 3:54,45 und
einem Schnitt von 33,28 km/h glücklich und zufrieden erreicht.


Nach dem Start

Die ganze Veranstaltung ist super organisiert und unbedingt Fahrern zu empfehlen, die Rennfeeling pur erleben möchten.

Rainer Jakob

Sonntag, 4. Juli 2010

Rund um den Kreis Tübingen – so haben wir es gern!

Bei der Anfahrt Unwetter – bei der Heimfahrt Regen!
Dazwischen kein Regen, wenn man von den ersten 10 min. Nieselregen am Anfang absieht. Und wir hatten eine schön geführte Strecke!

Vier Diakonie Fund Racer hatten eine Woche nach Alb extrem noch genügend Power für eine kleine RTF.


Schließlich müssen die verlorenen Kalorien wieder aufgefüllt werden!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Träumen, Quälen und Spenden!

Ja wie ihr sicherlich schon gelesen habt, hab ich mein Ziel von 7 Stunden um 160 Sekunden verpasst. Bin ich jetzt unzufrieden oder sogar deprimiert? Ganz klar Nein! Und warum? Das will ich mal in den nächsten Zeilen erörtern - ja genau, eine Erörterung im klassischen Sinn mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Vielleicht gibts ja Lehrer unter euch Lesern, die mich benoten. Mein Ziel ist hier ein "ausreichend". Für Stephan und mich gings am Samstag vormittag in Richtung Nauders, wo der Dreiländergiro anstand. Stephan hat sich wohl in der Woche davor zum ersten Mal das Höhenprofil angeschaut und war gelinde gesagt etwas verwundert, dass am Stilfser Joch ja mal fast 2000 Höhenmeter zu überwinden sind. Mir war das zwar schon klar, aber ich habe dann direkt vor Ort gemerkt, dass 2000 Höhenmeter etwas anderes sind als 200 bei uns oder auch mal 900 im Schwarzwald. Abends haben wir dann unsere Fahrräder noch gepflegt und für den frühen Sonntag morgen vorbereitet.
Nach einem unruhigen Schlaf bei mir und einem Tiefschlaf bei Stephan - das Wecken dauerte mindestens fünf Minuten - und einem Frühstück rollten wir um 6:15 Uhr zum Start und bestaunten das riesige Starterfeld, das bis weit in den Ort reinreichte. Wir hatten durch die gute Lage unserer Pension zum Glück einen Platz im vorderen Drittel der 3000 Starter. Der Start war dann sehr schön anzuschauen, wie sich der riesige Haufen an Radlern sich langsam und sicher in Bewegung setzte. Das Wetter war jetzt schon kaiserlich und so ging es zügig in Richtung Vinschgau. Der erste Traumblick war dann der Reschensee, der still und leise unterhalb der Passhöhe lag. Den Turm im Reschensee habe ich das letzte Mal vor ca. 15 Jahren gesehen, als ich mit meinen Eltern im Vinschgau zum Wandern war. Nach der Abfahrt ging dann der Anstieg zum Stilfser Joch los. Der Anfang ist sehr idyllisch entlang eines rauschenden Flusses. Das nächste Highlight war dann die erste Tafel mit der magischen 48 - ich bin endlich am Stilfser Joch angekommen. Nur noch 48 Kehren und ich bin oben! Weiter durch den Wald wurden die Zahlen immer kleiner und immer wieder konnte ich meinen Blick auf schroffe und teilweise schneebedeckte Felshänge schweifen lassen. Und das absolute Highlight kam dann an der Baumgrenze, als man als kleiner Mensch vor einer Felswand steht, an der sich die letzten Kehren hoch bis zur Passhöhe schrauben. Egal wo man hinschaute, sprudelten die Endorphine: direkt am Straßenrand kleine Schneefelder, dahinter blühender Enzian, der Blick hinunter auf die bereits geschafften Kehren mit einer nicht endenden Schlange an Radlern, der Blick hinauf zur Passhöhe, der Blick in den strahlend blauen Himmel, der Blick in die enorme Bergwelt - Geil! (auch wenns hier einen Ausdruck-Fehler gibt)
Reschensee
Nach der Passhöhe gabs dann für einen kleinen Moment noch einen gigantischen Ausblick auf das Ortlergebiet - danach gings mit Tempo 60 bis 70 ab in Richtung Schweiz. Hier hatte ich keine landschaftlichen Höhepunkte, dafür aber sportliche. Stellt euch die Helmkameraperspektive bei der Formel 1 vor, wie Schumi sich im Windschatten an Alonso ransaugt, dann rauszieht, später bremst und auf der letzten Rille die Spitzkehre nimmt, um danach als erster wieder voll rauszubeschleunigen. So fühlte ich mich und hatte dabei den Kommentar von Christian Danner im Kopf: "Das ist Racing pur!" Leider war das Vergnügen viel schneller als die Fahrt nach oben vorbei, aber auch das war nur eins: Geil!
Im Müstairtal gings dann in Richtung Ofenpass. Der Ofenpass war schon von weitem sichtbar, da ich in der Ferne eine U-förmige Bergkette vor mir hatte und in der Mitte - wo sie zum Glück am niedrigsten war - schlängelte sich eine Straße nach oben bis zur Passhöhe. Bis ich dort angelangt war, konnte ich aber noch dieses wunderschöne Tal mit seinen so saftig grünen Wiesen genießen. Auch hier kam mir sofort ein Zitat in den Kopf: "Da würde ich am liebsten reinbeißen!" Ich fühlte mich wie im Urlaub - wie in einem riesigen grünen Meer, das von allen Seiten von schroffen Felswänden umgeben war.
Das nächste Highlight - und zugleich das letzte - war dann der Anstieg zur Norbertshöhe. Die 9 (oder 11?) Kehren waren gefühlt ziemlich schnell vorbei, als kurz vor der Kuppe mir ein Zuschauer zuruft: "Noch 200m, dann gehts nur noch runter!" Da mein Tacho erst 163 Kilometer anzeigt (168km ist der Giro lang), bin ich etwas stutzig, aber sprinte trotzdem noch die letzten Meter zur Passhöhe hoch - und was mich da erwartet, haut mich fast vom Rad: der Blick auf Nauders! Ich weiß, ich habs geschafft! Die ganzen Strapazen sind vorbei Soll ich mich freuen oder heulen? Warum eigentlich Strapazen und warum heulen? Nun ja, es war nicht ganz so einfach und die vielen traumhaften Erlebnissen waren zugleich auch traumatische. Zu denen komme ich jetzt.
Da ist zum einen die Abfahrt vom Reschenpass, als vor einer Kurve plötzlich stark abgebremst wird und alle Radler langsam machen. Ziemlich schnell sah ich den Grund dafür: ein Radler zieht einen gestürzten Kollegen von der Straße, der viel Blut im Gesicht hatte und schwer verletzt aussah. Mir lief es eiskalt den Rücken runter und hatte den Anblick noch lange im Kopf.
Am Anstieg zum Stilfser Joch fühlte ich mich die ersten 1000hm ganz gut, bis dann 900hm vor der Passhöhe mein Körper mir unmissverständlich mitteilte, dass ich überzogen hatte und meine Muskeln übersäuert waren - und der Rest des Körpers wohl auch. Ich versuchte noch schnell, mit einem Energiegel was zu retten, aber das half absolut nichts. Und von da an quälte ich mich 900hm bis zur Passhöhe im ersten Gang mit 8 km/h. Ein Blick in die Landschaft half kurzzeitig, von den Qualen etwas abzulenken, aber weg gingen sie dadurch nicht. Radler um Radler überholte mich. Nicht einmal eine Frau mit einem Mountainbike konnte ich überholen (wer mich gut kennt, der weiß, dass ich so etwas gar nicht abkann). Die letzten Kehren, die an der Felswand hingen, schienen zu dem Zeitpunkt unendlich. Es war wie ein Spiel zwischen Engelchen und Teufelchen im Kopf, das aber der böse Mann der Unterwelt zu gewinnen schien. Irgendwann war ich dann oben, drückte mir schnell Getränk und Banane in den Magen und dann gings abwärts. Kaum in der Schweiz angekommen und an Heinz vorbeigefahren, dem ich noch lächelnd zuwinkte, zwickte es bei einem kleinen Anstieg in beiden Waden. Ein Krampf - naja, den hatte ich schon bei zwei Rennen. Einfach die Fersen nach unten drücken und dann ist er vorbei. Danach schoss mir ein weiteres Zitat in den Kopf, diesmal von meinem Vater: "Denkste Puppe!" Beide Oberschenkel meldeten sich zu Wort. Jetzt kam ich wirklich ins Schwitzen und befürchtete, dass das Rennen jetzt vorbei ist, denn die Schmerzen erreichten ein für mich bisher unbekanntes Maß. Aber diesmal gewann Engelchen den Kampf - bzw. bezwang den Krampf! Die Krämpfe waren nach einer guten Minute einfach verschwunden.
Aber Teufelchen wartete schon wieder auf mich am Ofenpass - und obwohl ich es wusste, hatte ich keine andere Wahl. Da muss ich rüber. Der Pass war von Anfang bis Ende eine Qual, vielleicht sogar Folter. Und da ich nur mit mir selber kämpfte, wollte die Qual auch nicht aufhören. Soll ich absteigen und Pause machen? Soll ich schieben? Soll ich einfach versuchen, schneller zu fahren? Soll ich so weiter fahren? Ich entschied mich für die letzte Variante - die Entscheidungshilfe gaben mir einige Radler, die am Rand Pause machten und die ich immerhin überholen konnte. Ich hatte nicht die geringste Hoffnung, dass eine Pause meinen Körper wieder in die richtige Bahn bringen konnte. Und wie ein Wunder erreichte ich dann doch die Passhöhe und freute mich auf die Abfahrt ins Engadin. Die Freude wurde getrübt durch einen Gegenanstieg und eine Baustelle, die ich bis dahin in meinen vielen Gedanken vergessen hatte. Der Gegenanstieg hatte ein letztes steiles Stück, an dem ich (mal wieder) auseinander fallen zu drohte, und die Baustelle kostete mich wegen einer roten Ampel sicherlich 2 Minuten.
Im Engadin blies der Wind natürlich entgegen, so dass ich oftmals im Wind arbeiten musste, um die Gruppe am laufen zu halten. Dies kostete so viel Energie, dass ich danach nur noch kämpfte, um im Windschatten mit der Gruppe bis zum Anstieg zur Norbertshöhe mitzukommen.
Aber letztendlich schaffte ich es, brachte die Norbertshöhe noch ehrenvoll hinter mich und gab auf der Abfahrt nach Nauders nochmal volle 100%. Im Ziel fühlte ich mich kurz vor klinisch tot - Bilder sagen wohl mehr als 100 Worte.
Dieses Gefühl hielt noch fast eine ganze Stunde an - das will ich nie mehr erleben.
Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass die schönen Gedanken die grausamen verdrängt haben und der Dreiländergiro mir in guter Erinnerung bleiben wird. Was sind schon kurzfristige Schmerzen, wenn man für ewig die schönen Bilder im Kopf behalten wird? Ich habe gemerkt, dass Zeiten und Ergebnisse nicht alles sind - vorallem bei so einem Bergrennen -, sondern dass Impressionen und Erinnerungen viel mehr zählen.
Ja, und die Diakonie Stiftung freut sich natürlich auch. 50 Euro sind zwar nicht viel, aber auch das hilft einem Projekt oder einer bedürftigen Familie weiter. Die zusätzlichen 50 Euro gibts (noch) nicht, da ich mit meiner Leistung (kämpferischen) Leistung vollauf zufrieden bin. Die Erfahrung fehlt eben noch, aber dafür habe ich ja noch einige Radlerjahre vor mir. Am nächsten Wochenende bin ich dann wieder in meinem Lieblingsterrain unterwegs - topfeben auf dem Hockenheimring erlebe ich richtiges Formel 1 Feeling. Drückt mir die Daumen, dass ich dort sturz- und schadenfrei bleibe.
Rainer

Dienstag, 29. Juni 2010

Alb-Extrem diesmal richtig!


Albextrem unter den besten Wetterbedingungen. Die persönlichen Bedingungen sind nur mittelmäßig - zu wenig Training (1200km). Außerdem Kopfschmerzen (ohne Alkohol). Mit den Kilometern steigt die Lust (ein wenig) und immerhin treffe ich am Ortseingang von Geislingen meinen Teamkollegen vom Vikariat, Christoph Wiborg, der Albextrem schon wieder so unterhaltsam literarisch aufbereitet hat (hi Christoph!).
Ole (Wartlick) ist auch dabei und mein Bruder Michael samt Partnerin Antje - ich konnte die beiden doch glatt überzeugen, nicht mehr für einen kommerziellen Club zu starten - und es radelt sich deutlich besser im Diakonie-Dress! Viel besser!! Wieso haben wir nicht die Gruppenwertung gewonnen??? Wir waren gefühlte 500 Diakonieradler. Gut übertrieben, aber 200 waren es bestimmt. Auf jeden Fall fallen wir auf - auch ich habe das gehört, ob es denn nur noch Diakonie gäbe. Ich antworte »nein, das hört nicht auf, wir treten an gegen die Verteilungsungerechtigkeit in unserem Land und für die vielen tollen diakonischen Einrichtungen in unserer Landeskirche.
Wie viele waren es denn jetzt wirklich?
Wie immer 210km, dieses Mal ohne Speichenbruch.
Dieses Jahr gibt es keine 1000km gegen Armut, denn Ole und ich haben verschiedene Urlaubstermine.
Nächstes Jahr - ich poste es hier mal vorsichtig, gibt es vielleicht 2000km - der Jakobsweg -im Rahmen von geteerten Straßen - wäre doch mal was. In 10 Tagen müsste man das schaffen. Später mehr.
Ich freue mich, dass ich mit all den Diakonie-Radlern fahren durfte, großes Lob für die Extraverpflegungsstelle oben nach Geislingen!
Und Christoph: Ohne das Wissen, dass Du auch dabei bist, wäre ich ob meines Zustandes vielleicht nicht angetreten …
Herzlichst Euer Matthias - Grüße auch von Ole
Chapeau

Alb extrem - die Diakonie hört nie auf

Die Nacht vor der albextrem 2010. Extern bin ich bei Willi Weid gelagert, Chef des Diakonie Fund Racing Teams in Geislingen. Anders als im Vorjahr sind die äußeren Rahmenbedingungen prächtig. Kein Alkohol. Kein Regen. Und die Hoffnung: Kein Problem.
In der Nacht aber gilt: Kein Auge. Zugemacht, mein ich. Alp extrem. Fühle mich wie die Skifahrer vor einem Slalomrennen, die die Strecke noch mal durch gehen. Im Kopf. „Hohenstaufen hoch, Gmünd runter, Aasrücken hoch, Ottenbach runter, hoch, runter, hoch, runter …“
Entsprechend kaue ich auf meinem Müsli herum. Das gesunde 30 Mal Kauen pro Biss gelingt mir immer nur vor der albextrem.
Aber dann der Weg nach Ottenbach. „Der Mond ist aufgegangen, der weiße Nebel wunderbar… Gott lass dein Heil uns schauen!“ So schön, die Alb! Extrem!


Beim Fototermin bekommt man einen ersten Eindruck von der Größe des Diakonieteams. Fürs Foto müssen alle ausatmen, sonst gehen nicht alle drauf. Dann wird noch kurz ausgetauscht, wie viele Kilometer der eine oder die andere ins Visier genommen hat. Leicht anfrustriert nehme ich zur Kenntnis, dass man die albextrem noch wesentlich schmaler in Angriff nehmen kann. Deswegen gilt es beim Fotoshooting nicht nur auszuatmen sondern gleichzeitig den Bauch einzuziehen.
Dann setzt sich die blaue Flotte in Bewegung. Allein 40 sind es aus Geislingen. Diese machen sich stark für die Aktion Rückenwind. Was wie egomanes Bikerdoping klingt, ist ein engagiertes Projekt zur Unterstützung finanziell benachteiligter Kinder und Jugendlicher im Landkreis Göppingen.
Rückenwind gibt es nicht, als es gleich zu Beginn hoch geht nach Hohenstaufen. Dafür sieht man, oben angekommen nicht mehr nur den fast vollen Mond, sondern auch die güldne Sonne am Horizont aufgehen. „Bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht.“ Dabei ist es bei diesem Anblick nur schwer möglich an Grenzen zu denken.
Und erst recht bei dieser Abfahrt!
Dass man ein Teil dessen sein darf – dieser Gedanke ist auch Rückenwind. Kaum einer, wenn man sich umschaut, der nicht ein Lächeln im Gesicht und ein Leuchten hinter der Sonnenbrille hat.
An den Büschen zwischen Straßdorf und Lenglingen, zwischen denen Willi und ich im letzten Jahr noch böse verhockt waren, ziehen wir jetzt leicht überheblich vorbei. Und ziehen die erste Banane. Nie ein Fehler!
In Waldstetten gibt es Nachschub. Insgesamt hat das Orgateam der albextrem wieder 10000 Bananen bereitgestellt. Und Hefezopf natürlich. Ich bin erstaunt mit welcher Geschwindigkeit man sich Müsliriegel, Hefezopf und Brezel einverleiben und die Speiseröhre hinunterjagen kann. Rasende Abfahrt im eigentlich verbotenen Pulk. Wenn ich mich da an mein Müslikauen vor drei Stunden erinnere … 30 mal Kauen – diesmal für alles zusammen.
Weiter geht’s dem Angstgegner Furtlespass entgegen. „Tückisch!“ – „Gemein!“ – Das sind die Wortfetzen, die man auf dem Weg dort hinauf aufschnappt.
Und dazwischen heißt es einmal mehr Bauch einziehen und Lächeln aufsetzen. Die ersten vom Fotografenteam haben sich einmal mehr an der steilsten Stelle aufgestellt.
Kurz vor oben überholt mich einer und sagt: „Ja hört denn das mit denen von der Diakonie gar ned auf!?“ Kurz nach oben wäre mir lieber gewesen. So antworte ich wortkarg mit einem eher heraus gehusteten Lachen: „Nein, die Diakonie hört nie auf!“
Auf der Abfahrt nach Weißenstein genieße ich in aller rasenden Stille meine großen Worte und beschließe sie für diesen Bericht zu bewahren.
In Bartholomä trinke ich zum ersten Mal ein isotonisches Getränk. Harngelb. Temperatur vermutlich auch an die 37°. Geschmack … Nun, ich will nichts behaupten, was ich nicht beweisen kann. Die dritte Banane (auch gelb, auch 37°) macht ein Weiterfahren möglich.
Langsam wird’s heftig. Meine drei Mittreter stellen zum ersten Mal die Sinnfrage.
„Warum?“. Die Frage ist mir eine geläufige. Doch auch in diesem Zusammenhang ist sie nur schwer zu beantworten. Wie die drei schlafenden Jünger im Garten Gethsemane legen sich die drei Fragezeichen nach der Weilemer Steige ins Gras.
„Ich fahr jetzt nix mehr“ sagt Willi und ich kann’s nicht glauben. „Bleibet hier und radelt mit mir, radelt und betet!“ Hätte ich fast gesungen. Aber dann kam die Versorgungsstation der Diakoniefrauen aus Geislingen. Ein wahrer Jungbrunnen. Die herrlich verzierten Brötchen lassen die bis hier gefahrenen 2200 Höhenmeter nahezu vergessen. Willi ist wie verwandelt. „Manchmal stehen wir auf. Stehen wir zur Auferstehung auf. Mitten am Tage.“ hat Marie Luise Kaschnitz gedichtet. Da muss sie uns Vier vor Augen gehabt haben!
Mit unendlicher Leichtigkeit schwingen wir uns wieder auf unsere Räder und schweben über Land davon. Unendliche Weiten. Schalkstetten, Stubersheim, Amstetten.
Vor Wittingen dringend noch mal eine Banane.
Wer hat die eigentlich erfunden?
Stötten ist auch in diesem Jahr wieder der Höhepunkt der Versorgungsstationen: Joghurt, Cola und dann noch Freilichtdusche.
Mittlerweile spielen die Deutschen gegen England. Kurz vor Wißgoldingen wird durch die Reihen gerufen: 1:0 durch Klose. Hat da doch einer einen Knopf im Ohr.
Ich erhöhe die Schlagzahl. Wenigstens die zweite Halbzeit …
Um kurz vor 5 bin ich am Ziel. Viele von der blauen Flotte sind schon da. Ein paar wenige werden noch folgen. Und einmal mehr beweisen: „Die Diakonie hört nie auf.“ Ein extrem gutes Gefühl. In diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr bei der albextrem 2011!
Christoph Wiborg

Montag, 28. Juni 2010

Dreiländergiro am 27. Juni

7 Biker von uns wollten nicht Alb extrem, sondern den Dreiländergiro fahren. Das war eine besondere Herausforderung: 168 Km und 3.300 Höhenmeter und bis bis zu 15% Steigung.

Ein Teil der Gruppe macht sich startklar.


Da stehen 7 Diakonie Fund Racing Biker drin.
Insgesamt 3.000 Biker warten auf den Startschuss ...

... und schon geht es los.

Martin, der erste aus unserer Gruppe, will gleich am Ziel wissen, welche Zeit er gefahren ist.
Es hat zu einem Schnitt von etwas über 26 Km/h gereicht und das vom Reschenpass aus, über das Stilfser Joch und den Umbrail- und Ofenpass!
Herzlichen Glückwunsch, Martin du bist wirklich eine super Zeit gefahren!

Und das sind die einzelnen Zeiten unserer Biker:

Martin Grözinger:            6:20 Std.
Stefan Siebertz:                6:34 Std.
Jochen Böhringer:          6:35 Std.
Rainer Bürkle:                 7:02 Std.
Thomas Grözinger:        7:37 Std.
Stefan Zehm:                   8:19 Std.
Roland Kurz:                   9:48 Std.

Jeder einzelne ist super, Diakonie Fund Racing kann sich sehen lassen!

Heinz

Samstag, 26. Juni 2010

Fahren, Spenden oder Wetten?

So, ich hab es ja nach dem Rennen in Frankfurt angekündigt, dass ich zum Dreiländergiro wieder meine Leistung über mögliche Spenden pushen will. Diesmal fiel es mir etwas schwer, die Zeitgrenze zu setzen, da ich in Nauders noch nie gefahren bin, da ich mich nicht topfit fühle, da ich noch nie so eine lange und vorallem bergige Strecke als Rennen gefahren bin....und ich könnte nahtlos weiter machen. Durch den Blick in die letztjährigen Ergebnislisten schwirrt mir aber seit langem die Zeit von 6h30min im Kopf rum. Mein Körper sagt mir aber, dass 7h00min realistisch sind. Und genau da hab ich dann einen Zeitkorridor gefunden! Damit gibts hier meinen Einsatz: schneller als 6h30min: 100€ fürs Spendenkonto langsamer als 7h00min: 50€ fürs Spendenkonto (weitere 50€ gibts, wenn ich mit meiner Leistung unzufrieden bin) Dann kann ich nur noch ein schönes Radsportwochenende wünschen! Einmal in Ottenbach und einmal in Nauders! Die Diakoniefarben werden dann in vier Ländern zu sehen sein! Rainer PS: ein schönes Fußballwochenende wünsch ich natürlich auch - unsere Freunde von der Insel sind am Sonntag fällig

Freitag, 25. Juni 2010

Antreten gegen Armut bei "Alb extrem"

Das Diakonie Fund Racing Team startet beim Radmarathon für einen guten Zweck (lifepr).
Stuttgart, 24.06.2010 - Mitarbeitende und Freunde der württembergischen Diakonie nehmen zum vierten Mal am Radmarathon "Alb extrem" am 27. Juni 2010 teil. Alb extrem ist eines der wichtigsten Touren der Saison, mit Strecken zwischen 200 und 270 Kilometern rund um Ottenbach auf der Schwäbischen Alb. Rund 100 Radfahrer starten für das Diakonie Fund Racing Team und für somit für eine gute Sache. Unter dem Motto "Antreten gegen Armut" versuchen die "Fund Racer" für jeden erfahrenen Kilometer Spenden für den Fonds "Diakonie gegen Armut" zu generieren. Mit der Teilnahme an Fahrradrennen will das Fund Racing Team der Diakonie Bewusstsein für die Armut im Land schaffen und den Fonds "Diakonie gegen Armut" durch Spendenaufrufe zu mehr Mitteln verhelfen. Er hilft vor allem Familien und Einzelpersonen in akuten Notlagen - schnell und unkompliziert. Beinahe täglich erreichen den Fonds Hilferufe von diakonischen Beratungsstellen. Ein Ehepaar lebt schon seit Jahrzehnten unterhalb der Armutsgrenze. Beide beziehen Arbeitslosengeld II. Das Geld reicht gerade so zum Leben. Der Ehemann wurde schwer krank und muss ins Krankenhaus. Ihr Einkommen reicht schon lange nicht mehr für ordentliche Kleidung, geschweige denn für Kleidung für einen Krankenhausaufenthalt. Sie besitzen nicht einmal einen Schlafanzug. Auch die Fahrtkosten zum Krankenhaus kann das Ehepaar nicht aufbringen. Der Fonds verhalf ihnen in dieser Notlage zu den nötigen Mitteln. "Vielen Dank, dass Sie uns in der Not geholfen haben", beginnt die Ehefrau in ihrem Dankesschreiben an die Diakonie "Durch die Spende konnten wir wenigstens einen Schlafanzug und einen Bademantel für das Krankenhaus kaufen sowie die Fahrten mit der S-Bahn bezahlen. Mein Mann konnte durch Ihre Hilfe wenigstens seine Würde im Krankenhaus behalten. Und mir wurde dadurch eine Sorge genommen." Zum 60. Geburtstag des ehemaligen württembergischen Diakoniechefs Oberkirchenrat Helmut Beck ist der Fonds gegründet worden. Der Fonds wird ausschließlich durch Spendengelder finanziert. Damit immer genügend Geld hereinkommt, tritt inzwischen seit drei Jahren das diakonische Fahrradteam gegen Armut an. Jedes Jahr werden mehrere Tausend Euro gespendet. Vergangenes Jahr betrug die Summe rund 47.500 Euro.
Mehr Informationen unter: http://www.fundracingteam.de/.
Wer den Fonds unterstützen will, kann seine Spende überweisen auf das Konto der Stiftung Diakonie Württemberg, Konto Nummer 17 17 19, EKK Stuttgart, BLZ 520 604 10 Stichwort: Diakonie gegen Armut.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Wir fahren, Sie spenden

Das Geislinger Diakonie Fund Racing Team macht in der Südwest Presse Werbung für ein örtliches Projekt.

Hier könnt ihr euch informieren:

Sonntag, 20. Juni 2010

25. Große Kreisrundfahrt "Rems-Murr", 20. Juni 2010

Pünktlich um 7 Uhr ging es für vier Radler des Diakonie Fund Racing Teams auf die (Mittel-)Große Kreisrundfahrt durch den schönen Rems-Murr-Kreis. Während eine deutlich größere Gruppe heute in Birenbach startete, blieben wir in heimischen Gefilden.

Der Radsportverein Fellbach hatte drei Touren mit 71, 120 und 151 km im Angebot. Wir entschieden uns für eine gemütliche Tour über die 120 km. Sie führte uns durch schöne Landschaften und über einige Anstiege bis in Ecken des Landkreises, die man nicht alle Tage mit dem Rad erkundet. So konnte sich der eine oder andere noch den letzten Schliff für Alb Extrem holen.


Auch das Wetter war auf unserer Seite. Entgegen allen Vorhersagen blieb es trocken und immer wieder sorgte die Sonne für angenehme Temperaturen.
Da wir alle unversehrt und inklusive Startnummer ins Ziel in Fellbach gekommen sind, gab es zur Belohnung noch für jeden eine kleine Flasche Wein. Gebührender Abschluss also in der Stadt der Weine und Kongresse.

Daniel

Letzte Trainingsmöglichkeit vor Alb extrem - die Bergelestour

23 Biker trafen sich am 20. Juni bei überraschend gutem Wetter (inzwischen ist das ja relativ!) und noch besserer Laune! ...

Dann ging es auch schon los, zu einer landschaftlich reizvollen und und auch anspruchsvollen Tour auf vielen, gut  geführten  Nebenstraßen.

Es hat zu einem ersten Platz gereicht. Diesmal gab es jedoch keinen Pokal, dafür aber einen Getränkegutschein im Wert  von  50 €!
Das könnte noch in diesem Jahr zu einem Sommerfest in Geislingen, im Garten von Willi reichen? 

Montag, 14. Juni 2010

Velothon Berlin am 30.Mai

Der Velothon Berlin hat am 30.Mai mit insgesamt 12000 Teilnehmern statt gefunden

Anna und Lena Maier sind im Rahmen ihrer Vorbereitung auf den Ötzi mit dem Alpecin Team eine super Zeit gefahren:

Lena: 35,47km/h
Anna: 40,55km/h.

Herzlichen Glückwunsch vom Diakonie Fund Racing Team. Wir sind stolz auf euch!
Anna:
„Es war eine tolle Atmosphäre in Berlin und wir hatten viel Spaß. Der nächtliche Regen verzog sich auch bis auf ein wenig Nieselregen während des Rennens und der Platzregen begann wieder als Lena im Ziel war ;-)“

Sonntag, 13. Juni 2010

Sachsenheimer Lichtenstern-Tour am 13. Juni

Zur Lichtenstern-Tour trafen sich am 13. Juni zwölf Diakonie Fund Racing Biker. Im Hintergrund unser Diakonie-Banner, den wir zum Startort mitgenommen haben.


Unterwegs trafen sich zufällig die langsamste und die schnellste Gruppe zu einem kleinen Plausch auf der Strecke.

 Auch wenn die Touren immer wieder Spass machen, am schönsten ist es jedoch hinterher .....

Freitag, 11. Juni 2010

Stadtteilkriterium Stuttgart-Wangen "Rund um die Kelter", 5. Juni 2010

Verschiedene Rad(treff)gruppen (MTV Stuttgart, TB Untertürkheim, Stuttgardia RTFler und auch das Diakonie Fund Racing Team) waren am 5. Juni eingeladen worden zu einem kurzen "Kräftemessen" auf dem Amateurkriteriumskurs des Stadtteilkriteriums Stuttgart-Wangen "Rund um die Kelter". Start war ca. 15.00 Uhr, die Strecke ging über 8 Runden, d.h. rd. 10 km.

Was eine "stressfreie Aktion" werden sollte - eher eine Gaudi und fürs Diakonie Fund Racing Team auch eine etwas andere Möglichkeit sich zu präsentieren - war im Vorfeld teilweise verwirrend beschrieben worden. Es war die Rede von "definitiv kein Rennen", dann kam aber die Verteilung von Transpondern ins Gespräch... Alles was ich über Kriterien weiß, ist dass sie tendenziell eine Hatz über kurze Rundkurse sind und nicht gemütliche RTF-Runden.
Egal, klang spannend bzw. trotz sehr geringem Trainingspensum dieses Jahr machbar, so dass ich mich (vertrauend auf das "stressfrei") anmeldete.

Nach diversen DFRT-Regenausfahrten präsentierte sich der Samstag mit strahlend blauem Himmel. Endlich auch mal eine Veranstaltung, die ich direkt mit dem Rad anfahren konnte. Leider war ich dann der einzige DFRT-Teilnehmer. Die Mitradler der anderen Radtreffs waren schon da oder trudelten ein. Zumindest teilweise schien ein gewisser Respekt vor der einerseits machbar erscheinenden aber auch andererseits doch nicht ganz so einschätzbaren Aufgabe vorhanden zu sein.

Immerhin: Beim Warmfahren im nahe gelegenen Industriegebiet konnte ich gut mithalten ;-) Während dessen fuhren mehrere Dutzend männliche und weibliche Junioren flott Runde um Runde auf dem abgesperrten rd. 1,2km kurzen Rundkurs, immer wieder wurden mit der Glocke Runden mit Sprintwertungen eingeleitet, Kommentare und Musik über Lautsprecher. Richtige Radrennatmosphäre!

Kurz vor 15 Uhr. Wir (nur) 12 Starter stellen uns auf, die Startpistole knallt, ab geht die Post. Auf den ersten zwei Runden bleiben alle zusammen, mir gelingt es (ehrlich gesagt sicherlich nur aufgrund der Freundlichkeit der anderen Teilnehmer) mich am Ende der zweiten Runde an die Spitze zu platzieren um als Diakonie-Vertreter das "Feld" über die Start/Ziel-Linie zu führen. Das war's dann aber auch mit vorne mitfahren... Acht der 12 machen sich in der dritten Runde auf und davon und den Sieg dann unter sich aus.

Ein Teilnehmer und ich wechseln uns auf den verbleibenden Runden miteinander ab und überholten noch einen der acht davon geeilten Starter. Am Ende war ich mit Platz neun bei einem Schnitt von etwas über 34km/h ganz zufrieden.

Stefan

Montag, 7. Juni 2010

Endlich RTF-Sommer, Ludwigsburger Barockstadt-Rundfahrt

Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen bis zu 30°C machte das RTF-Fahren den insgesamt 11 Fundracern (warum eigentlich 11? sind wir etwa schon im WM-Fieber?) riesigen Spaß. Damit waren wir die zweitstärkste Gruppe, was der Vitrine einen weiteren Pokal einbrachte.

Der RSC Komet Ludwigsburg bot drei Strecken mit 80km, 125km und 175km an, wobei die beiden großen Strecken mit einigen steilen Anstiegen gespickt waren. Mein Tacho zeigte maximal 18% an.
Martin, Martin und ich wagten sich auf der langen Strecke und waren am Ende sichtlich gezeichnet aber auch zufrieden alle Berge erklommen zu haben (fast alle: ich habe einen ausgelassen).

Hoffentlich werden wir jetzt noch oft solche RTF Sonntage bekommen, damit endgültig die Regenjacken, Überschuhe, Westen, usw daheim gelassen werden können.

Rainer

Samstag, 5. Juni 2010

Transalp-Extrem

…ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, vor allem in Vorbereitung für den Ötzi. Ist das überhaupt möglich, schlaf ich dabei ein, bekomm ich Krämpfe?

Gemeint ist dabei die Fahrt in den Pfingsturlaub an den Gardasee. Nicht mit dem Auto, mit dem Rennrad.

Die grundsätzliche Frage, die ich mir seit langem stellte war: Ist es möglich in 24h von Ulm an den Gardasee zu fahrn?

Nachts um 0 Uhr begann meine Tour in Ulm. Nach 20min Fahrt durch die City kam die Ernüchterung: mal wieder einen Platten. Fängt ja gut an! Aber dann ging’s weiter über Memmingen, Kempten, Reutte; anschließend über den Fernpass nach Innsbruck.


Dort traf ich nach 235km um 12Uhr mittags ein. Weiter gings dann über den Brenner nach Brixen und Bozen. Von dort ging es flach aber mit starkem Gegenwind weiter zum Zielort Trento.

435km / ca. 17h:
Fazit: schoh a bißle verrückt ;-)

Martin Hagmann

Donnerstag, 3. Juni 2010

… sag niemals nie!

Nach dem Kuchener Regen-Kälte-Desaster hatte ich mir geschworen, mir so etwas NIE wieder anzutun. Doch trotz denkbar schlechter Vorzeichen nach dem Aufstehen - der Ruf der Fundracer war stärker. Na ja, nur zum Teil, natürlich hatte ich auf Besserung gehofft. Ein Trugschluss, wie sich herausstellte, und wieder einmal war ich mit meinem knallroten Regenjacken-Bremsfallschirm unterwegs.

Dem ganzen Desaster konnte ich nur noch mit dem Sammeln positiver Eindrücke und Gedanken entgegenwirken. Zunächst war die heutige Temperatur doppelt so hoch wie in Kuchen. Und es war in diesem Jahr fast nicht stürmisch. Man wird ja sooo bescheiden. Mein Tacho zeigt als heutige Höchstgeschwindigkeit sage und schreibe 57,46 km/h. Zwar werden jetzt 98,88% der Fundracer die Schultern zucken, aber wenige Eingeweihte kennen die mühsamen Erweiterungsbemühungen meiner Brems-Schmerzgrenze. Dank zweier ganz fabelhafter Mitradler (siehe Fotos), die mich ins Schlepptau nahmen (und deshalb von nun an einige Kreisverkehre in der Weil der Städter Gegend im Schlaf identifizieren können), hatte ich einen für mich ganz fabelhaften Schnitt von 21 und ein bisschen. Die Veranstalter haben sich an mich als diejenige erinnert, die im letzten Jahr mit letzter Kraft als Schlusslicht, nach offiziellem Ende ins Ziel gewankt kam. Dank der geringen Teilnehmerzahl, (und meinem frühen Ankommen) war die Kuchenauswahl nach unserer Rückkehr extrem üppig.

Ach ja, irgendwann hat dann auch der Regen aufgehört, aber das war dann fast schon nebensächlich. Nach einer schmerzgrenzenverdächtigen Regeneration in der heißen Wanne waren auch die Zehen wieder zum Leben erwacht und so war es am Ende ein schöner Radeltag.

Ein kleiner Wehmutstropfen blieb dann doch, die Pokale haben in diesem Jahr die Anderen abgeräumt, was soll's.

Bleibt mir nur, den besonders engagierten und reizenden Mitgliedern des Radfahrervereins Merklingen, nach 2 Veranstaltungen im Pech, viel Wetterglück im nächsten Jahr zu wünschen.

Doris

Würm-Enztal-Radtourenfahrt am 3. Juni

Sollen wir bei diesem Regenwetter fahren, das war die große Frage, ....

Bei einer Tasse Kaffe ist schließlich die Entscheidung gefallen, ....


Im Regen sind  unsere inzwischen regenerprobte Biker losgefahren. Sie lassen sich offenbar von gar nichts aufhalten.
Respekt!